Peter Boué
Jennifer Eckert
Maike Guttenberg
Stefan Mildenberger
Joëlle Mesén-Ramírez
Bianca Müllner
Penny Monogiou
Dos Pfeil
Anna Tautfest
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Peter Boué
Jennifer Eckert
Maike Guttenberg
Stefan Mildenberger
Joëlle Mesén-Ramírez
Bianca Müllner
Penny Monogiou
Dos Pfeil
Anna Tautfest
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
EXchange-channel
LONDON-HAMBURG
EXHIBITION
12.12.-14.12.2025
VERNISSAGE
Fr. 12.12.2025 19-22 h
OPENING HOURS
Sa. 13.12.2025 16-20 h
So. 14.12.2025 16-20 h, 17 h: Artist talk
hinterconti e.V.
Balduinstraße 24
20359 Hamburg
Exchange-channel is a unique exhibition bringing together four artists from ASC, London, and connecting them with two artists from hinterconti, Hamburg. It marks the first stage of an exchange program between the two organisations – an initiative that seeks to foster dialogue, collaboration, and visibility for artists from both Germany and the UK.
The channel is not only a connection between two places; it is also associated with the act of narrowing, focusing, and, quite literally, channelling. It is into this linguistic shell – channeling in English, kanalisieren in German – that the exhibition inscribes itself, seeking not only a coming together but also something shared: a focus. A focus that lies precisely within the blur, narrowing itself onto glitches and gaps. Explorations, journeys, the act of making the unknown familiar of revealing oneself and being revealed: “What we see looks back at us.” (G. Didi-Huberman). This duality of seeing and being seen emerges in the exchange of images – across countries, across channels, within the virtual space of digital interconnectedness. In the works of the participating artists, this virtual realm becomes “real”; they illuminate glitches, enact translations, and turn toward the gaps in between.
Darren O’Brien’s paintings contain playful visual “glitches,” merging Apollo moon-landing imagery with constructed, analogue-feeling A3 compositions.
Ilsa Brittain’s works suggest images struggling to surface – submerged, elusive, and alluring, poised between appearance and disappearance.
Georgia Salmond’s sculptural pieces contain residues of place. Intimately crafted, they hold fragments of memory and material presence.
Luke Bacon’s work carries a primal physicality touched by manga-like fantasy – raw, gestural, and charged with imaginative force.
Stefan Mildenberger generates scans of film stills, extracting them from their normative narration. By inserting gaps and errors by transforming moving images into static frames, the story fractures and the context becomes porous.
ANna Tautfest inscribes the ornamental -the structural pattern – with what is overlooked, hidden, or marginalized. She elevates the gap to an image, giving the peripher a land the oblique an abstract space within her collage-like compositions.
hinterconti is an artist-run space in Hamburg dedicated to experimental, interdisciplinary, and community-oriented artistic practices. Operating collectively, hinterconti provides an open platform for exhibitions, performances, and cultural exchange, with a strong focus on independent and emerging voices.
ASC (Artists StudioCompany) is a London-based arts charity that recently celebrated its 30-year anniversary. Dedicated to supporting artists through affordable studio provision and exhibition opportunities, ASC operates multiple studio buildings across the city. ASC Gallery, now in its third venue at The Handbag Factory in Kensington, continues the organisations mission by showcasing contemporary work from ASC studio holders as well as national and international partners.
The EXchange-channel series is curated and organized by Anna Tautfest and Stefan Mildenberger.
With the kind support of the Hamburg Authority for Culture and Media.
Exchange-channel ist Ausstellung wie Austausch und bringt vier Künstlerinnen von ASC in London mit zwei Künstlerinnen von hinterconti in Hamburg zusammen. Sie markiert den Auftakt eines Austauschprogramms zwischen beiden Kunstorganisationen, das darauf abzielt, Künstler*innen aus Deutschland und Großbritannien miteinander zu vernetzen, sichtbar zumachen und neue Arbeitsbeziehungen zu fördern.
Der Kanal – channel – ist nicht nur eine Verbindung zwischen zwei Orten, ihm wird auch die Fähigkeit zugeschrieben, etwas zu verengen, zu fokussieren, eben zu kanalisieren. In diese sprachliche Hülle – im Englischen wie im Deutschen, channeling und kanalisieren – schreibt sich die Ausstellung ein und sucht neben einem Zusammenkommen nach etwas Gemeinsamen, einem Fokus. Einem Fokus, der gerade in der Unschärfe liegt und sich auf Glitches und Lücken verengt. Erkundungen, Reisen, sich Unbekanntes bekannt machen, sich zeigen, gezeigt werden: „Was wir sehen, blickt uns an.“ (G. Didi-Hubermann). Diese Dualität von Sehen und gesehen werden finden wir im Prozess eines Austauschs von Bildern, über Länder, über Kanäle hinweg, im virtuellen Raum der digitalen Verbundenheit. In den Arbeiten der beteiligten Künstler*innen wird dieses Virtuelle „Real“, sie bescheinen Glitches, zeigen Übersetzungen und wenden sich Lücken zu:
Darren O’Brien erzeugt spielerische visuelle „Glitches“, indem er Bildmaterial der Apollo-Mondlandungen in konstruierte A3-Malereien einfließen lässt.
Ilsa Brittain zeigt Malereien, in denen sich Bilder aus einem Zustand des Versunkenseins heraus kämpfen- flüchtig, verlockend und zugleich schwer greifbar.
Georgia Salmonds Skulpturen tragen Spuren von Orten in sich. Sorgfältig und poetisch gearbeitet, bewahren sie Fragmente von Materialität und Erinnerung.
Luke Bacons Arbeiten verbinden eine ursprüngliche, körperliche Energie mit einer Anmutung von Manga-Fantastik – roh, expressiv und zugleich imaginativ aufgeladen.
Stefan Mildenberger erzeugt Scans von Filmbildern und entnimmt sie ihrer normativen Narration. Im Hinzufügen von Lücken und Fehlern, durch die Transformation des Films in Stills wird die Erzählung brüchig und der Kontext durchlässig.
ANna Tautfest schreibt dem Ornament, dem strukturellen Muster Übersehenes, Verstecktes und Marginalisiertes ein. Sie erhebt die Lücke zum Bild, gibt dem Abseitigen einen abstrakten Raum in ihren collageartigen Kompositionen.
hinterconti ist ein in Hamburg kollektiv betriebenes Künstler*innenprojekt, das Raum für experimentelle, interdisziplinäre und unabhängige Kunstpraxis schafft. Als offener Ort für Ausstellungen, Performances und kulturellen Austausch unterstützt hinterconti insbesondere junge und selbstorganisierte Positionen.
ASC (Artists Studio Company) ist eine in London ansässige Kunstorganisation und Wohltätigkeitsorganisation, die kürzlich ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert hat. ASC widmet sich der Bereitstellung bezahlbarer Ateliers sowie der Förderung von Künstler*innen durch Ausstellungsprogramme. Die ASC Gallery befindet sich mittlerweile in ihrem dritten Standort – im Handbag Factory Building in Kensington – und zeigt zeitgenössische künstlerische Positionen sowohl aus dem eigenenNetzwerk als auch aus internationalen Kooperationen.
Die Reihe EXchange-channel wird von ANna Tautfest und Stefan Mildenberger kuratiert und organisiert.
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Florian Reckert
Unreal reality
Zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit
Eröffnung: Freitag, 05. Dezember 2025, 19 Uhr
Ausstellung: 06.–07. Dezember 2025 Öffnungszeiten: Sa/So 16–19 Uhr
Preview:
EXchange-channel
LONDON-HAMBURG
Darren O’Brien, Ilsa Brittain, Georgia Salmond, Luke Bacon, Stefan Mildenberger, ANna Tautfest
EXHIBITION
12.12.-14.12.2025
VERNISSAGE
Fr. 12.12.2025 19-22 h
OPENING HOURS
Sa. 13.12.2025 16-20 h
So. 14.12.2025 16-20 h, 17 h: Artist talk
Groundwork
mit Susanne Thurn & Bärbel Praun in Kooperation mit der Loki Schmidt Stiftung
Eröffnung: Do 27.11.25, 19 Uhr
Ausstellungszeitraum: Fr – So, 28.-30.11.25, 15 – 19 Uhr
weiteres Programm:
am 28.11.2025 Beginn 18Uhr, Gespräch mit Axel Jahn von der Loki Schmidt Stiftung im hinterconti
Im Zentrum der Ausstellung Groundwork steht ein Stück Wald, das seit fast fünf Jahrzehnten sich selbst überlassen ist – Loki Schmidts „Urwald“ am Brahmsee. Hier, wo sich natürliche Prozesse ohne menschliches Eingreifen entfalten, widmen sich die Künstlerinnen Susanne Thurn und Bärbel Praun Fragen nach Wahrnehmung, Kontrolle und Beziehung zwischen Mensch und Natur.
Der Wald darf bis auf einen schmalen Pfad nicht betreten werden: so wird diese Linie zur physischen und konzeptuellen Grundlage der Arbeit – zu dem Ort, an dem sich Beobachtung, Bewegung und künstlerische Praxis entlangtasten.
Groundwork versteht sich als Dokumentation eines Prozesses und als poetisches Protokoll zugleich. Aus wiederkehrenden Aufenthalten im Wald und mit den Medien der Performance, Zeichnung und Installation entsteht eine vielschichtige Annäherung: Gehen, Beobachten, Hören und Warten werden zu Methoden des Forschens – zu einer „Arbeit am Boden“, an Aufmerksamkeit und Präsenz.
„Das Radio war ein zentrales Medium nationalsozialistischer Propagandapolitik. Per moderner Kurzwellentechnik beschallte die NSDAP noch den hintersten Winkel des Deutschen Reiches. Wenig bekannt ist, dass es während des Zweiten Weltkriegs bei Königs Wusterhausen einen arabischsprachigen Sender gab. Regelmäßiger Sprecher war der ehemalige Mufti von Jerusalem, Mohammed Amīn al-Husseinī, der seit 1941 Asyl in Deutschland genoss. Er übermittelte den eliminatorischen Judenhass der Nazis per Rundfunk in den Nahen Osten, baute auf dem Balkan eine SS-Einheit auf und sagte bei einem Treffen mit Hitler, die Deutschen und er hätten »die gleichen drei Gegner«: »die Engländer, die Juden und die Bolschewisten.« Heutzutage ist der Einfluss al-Husseinīs auf die nationalsozialistische Politik und auf die arabischen Gesellschaften umstritten. Die unleugbare Zusammenarbeit des Muftis mit dem Nazi-Staat, ihre Vorgeschichte und ihre Auswirkungen rekonstruiert dieser Text“ (Ankündigung des MaroVerlags, https://www.maroverlag.de/marohefte/308-auf-einer-wellenlaenge-9783875126341.html, 17.11.2025).
Eröffnung: 19h
Lesung: 20h
THE MORE I LOOK, THE MORE I SEE
Christoph Blawert I Monika Michalko I Dirk Meinzer I Fernando de Brito I Hadrien Dussoix I Peter Stoffel
Eröffnung: DONNERSTAG 13.11 AB 18h mit Performances von Dirk Meinzer & Guests (Franziska Nast / Knarf Rellöm / Yuri Englert / Nora Sdun)
Ausstellung: 14. – 16.11 von 16h bis 19h
Malerei ist Farbe auf Bildträger. Farbe berührt Leinwand wie die Welt den Körper berührt.man sieht nur die Oberfläche, aber diese Oberfläche ist ein Schleier der atmet, die Seele scheint durch den Körper der Figur hindurch, das Magma pumpt unter der Topologie der Landschaft. Ich möchte Berge von unten sehen.
Je näher wir treten, desto weiter entfernt sich der Gegenstand. Wie Mandelbrots Fraktale, die endlos nach innen spiralen, öffnet jeder Pinselstrich neue Welten in Welten. Aus ihrer Mischung entstehen die Bilder. Sie kennen keine kartesische Trennung von Subjekt und Objekt. Wie der Geologe durch Stereoprojektion die sichtbare Oberfläche in die Tiefe liest, überlagern diese Arbeiten Hautschichten und Erdschichten. Kristalline Strukturen mischen sich mit nebligen Schleiern – fest, flüssig und gasförmig zugleich.
Das sind keine Landschaften, Figuren oder Abstraktionen. Es sind Passagen – komplizierte Verbindungen zwischen Raum, Zeit, Farbe und Form. Die Fahrt ist schwierig, die Wege sind mal offen, mal versperrt. Trügerische Bilder zeichnen sich ab in dieser kristallinen und gleichzeitig nebligen Welt, wo Festes, Flüssiges und neblig Flockiges verfließen.
Jedes Gemälde ist ein Fragment der unendlichen Weltkarte – jener Oberfläche, die sich der Unendlichkeit nähert wie die eins-zu-eins-Karte von Borges. Ein Flickenteppich, wo sich das Lokale mit dem Globalen vernäht, wo von Punkt zu Punkt, von Linie zu Fläche, von Fläche zu Körper gewandert werden kann. Eine allgemeine Theorie der Beziehungen entsteht, ohne einen Brennpunkt, der die Konstruktion zusammenhält. Alles ist in Bewegung: präzise Unschärfe, rigorose Weichheit.
Diese Ausstellung macht diese Bewegungen sichtbar. Nicht das große Ganze der Panoramaansicht, sondern die bedeutungsvollen Falten im Kleinen. Durch die Oberfläche hindurch, tiefer, ohne Ende.
Peter Stoffel, nov 2025
Performance Dirk Meinzer / video: the-more-I-look,the-more-I-see-hinterconti14
Peter Stoffel, Dirk Meinzer, Monika Michalko (von links nach rechts)
Monika michalko (links), Christoph Blawert (rechts)
Monika Michalko, Christoph Blawert, Dirk Meinzer (von links nach rechts)
Hadrien Dussoix (links), Peter Stoffel (rechts)
Ausstellungsansicht (ganz rechts: Hadrien Dussoix)
Auschnitt Performance Dirk Meinzer:
the-more-I-look,the-more-I-see-hinterconti14
WEITERE VIDEOS DER PERFORMANCES:
https://www.instagram.com/p/DSDQm_BkQ3T/ Yuri Eglert
https://www.instagram.com/p/DSDRC2cEZl_/ Knarf Rellöm
https://www.instagram.com/p/DSDRcWkEZ39/ Franziska Nast
—
Die Ausstellung Skizzen des Begehrens versteht Begehren als fortwährenden Prozess – als ein sich ständig veränderndes Spannungsfeld zwischen Annäherung und Distanz, Mangel und Erfüllung. Begehren bleibt flüchtig und vielschichtig, es verweigert sich der Festlegung und entfaltet sich zwischen Blicken, Berührungen, Erwartungen und Erinnerungen.
In Anlehnung an Mario Wirz’ Worte „Namenlos will ich sein und ohne Geschichte. Ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Nur Haut und Augenblick.“ öffnet die Ausstellung einen Raum, in dem Begehren als sinnliche, unmittelbare und widerständige Kraft erfahrbar wird.
Die gezeigten Skulpturen, Fotografien, Objekte und Videoarbeiten verhandeln Begehren jenseits normativer Vorstellungen von Liebe, Sexualität und Körper. Sie zeigen das Erotische als offenen, ambivalenten Zustand – zugleich verletzlich und kraftvoll, kontrolliert und exzessiv.
Skizzen des Begehrens setzt damit einen Kontrapunkt zu einer gesellschaftlichen Rückkehr zu konservativen und restriktiven Strukturen. Die beteiligten Künstler*innen erweitern den Diskurs über erotisches Begehren und Intimität und betrachten ihn als Feier des Moments, des Fühlens, des Erinnerns, der freien Begierde und als politisches Statement. ( Text und Kuration: Simone Karl)
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Liebelt Stiftung.
Ausstellungsansicht (links: Javier Alejandro Cerrada) Foto: ©AnneLinke
Ausstellungsansicht (von links: Simone Kark, Maik Gräf, Franciska Opel, Felina Levits) Foto: ©AnneLinke
Videostill David Fletcher Foto: ©AnneLinke
Simone Karl (links), Maik Gräf (rechts) Foto: ©AnneLinke
Ausstellungsansicht Foto: ©AnneLinke
Videostill Al Andres Foto: ©AnneLinke
Videostill Al Andres Foto: ©AnneLinke
Franciska Opel (vorne),Felina Levits (hinten). Nächstes Bild: Simone Karl (links), Maik Gräf // Fotos: ©AnneLinke
Performance: Javier Alejandro Cerrada // Fotos: ©Maik Gräf
André Wnendt: DER LALI-IMPULS
Transfermalerei
Eröffnung: Freitag 10.10.2025 ab 19 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag, den 11.10. von 17 bis 20 Uhr
Sonntag, den 12.10. von 15 bis 18 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
VORSCHAU
Skizzen des Begehrens
Al Anders I Javier Alejandro Cerrada I David Fletcher I Maik Gräf I Simone Karl I Felina Levits I Franziska Opel
Eröffnung: Freitag, 17. Oktober, 19-23h // Ausstellung: bis 26. Oktober, Fr-So 15-19h // Finissage: Sonntag 26. Oktober, 16h I Lesung Lisa-Marie Fechteler
AMBIGUITÄTEN
26.09. – 05.10.2025
kuratiert von Judith Hofer
Anne Dingkuhn / Vanessa Hartmann / Karla Krey / Marleen Kölmel /
Mariyam Obregón Lutzin / Maren Schimmer / Louisa Schrimpf / Razi Uddin / Aslak Warming
Sound-Performance von Stefan Troschka & Lennart Thiem: Freitag, 03.10.2025 16:30 Uhr
Performance von Charlene: Sonntag, 05.10.2025 16:30 Uhr
Eröffnung: Freitag, 26.09.2025 19:00 Uhr
Eröffnungsrede 21:00 Uhr
Geöffnet: Freitag – Sonntag 15:00 – 18:00 Uhr
Nicht alle Wahrheiten brauchen scharfe Kanten – manche schimmern am besten in ihrer Unschärfe.
In einer Zeit die immer polarisierender zu werden scheint, in der man sich innerhalb kürzester Zeit für Ja oder Nein, schwarz oder weiß, 1 oder 0, entscheiden soll, in einem sozialen Klima, in dem einem kaum mehr Zeit und Raum gegeben wird um etwas in seiner Komplexität zu erfassen, in welchem man sich selbst und alles sofort definieren soll, zeigt diese Ausstellung künstlerischen Arbeiten, die sich mit Ambiguitäten beschäftigen. Arbeiten, die sich dem Dazwischen widmen, dem, was man nicht sofort genau definieren kann oder muss – das was gleichzeitig eine Vielheit bedeuten kann.
Eine stille Eleganz wohnt dem inne, was nicht genau gesagt werden kann – ein sanfter Raum, wo Dinge mehrdeutig, unausgesprochen und doch innig empfunden bleiben – undefiniert aber zutiefst bedeutungsvoll.
Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß – es gibt viele schillernde Abstufungen dazwischen.
Somit will uns die auf einem Open Call basierende Ausstellung an die Schönheit des Subtilen und Unklaren, an eine Ambiguitätstoleranz und die Komplexität der Dinge erinnern.
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
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AMBIGUITIES
26.09. – 05.10.2025
curated by Judith Hofer
Opening: Friday, 26.09.2025 7:00 p.m.
Opening talk 9:00 p.m.
Open: Friday – Sunday 3:00 p.m. – 6:00 p.m.
Anne Dingkuhn / Vanessa Hartmann / Karla Krey / Marleen Kölmel /
Mariyam Obregón Lutzin / Maren Schimmer / Louisa Schrimpf / Razi Uddin / Aslak Warming
Sound performance by Stefan Troschka & Lennart Thiem: Friday, 03.10.2025 4:30 p.m.
Performance by Charlene: Sunday, 05.10.2025 4:30 p.m.
Not all truths need sharp edges – some shimmer best in the blur.
In a time that seems to be becoming increasingly polarized, in which one is expected to decide within seconds whether to say yes or no, black or white, 1 or 0, in a social climate in which one is given little time and space to grasp something in all its complexity, in which one is expected to define oneself and everything immediately, this exhibition presents artistic works that deal with ambiguities. Works that address the in-between, that which cannot or need not be immediately defined precisely – that which can simultaneously signify a multiplicity.
A quiet elegance resides in that which cannot be precisely stated – a gentle space where things remain ambiguous, unspoken, yet profoundly felt – undefined but deeply meaningful.
The world is not just black or white – there are many dazzling nuances in between.
The exhibition, based on an open call, thus aims to remind us of the beauty of the subtle and the unclear, of a tolerance for ambiguity and the complexity of things.
Funded by the Ministry for Culture and Media Hamburg
PLAYGROUND
Hiroko Kameda & Agata Stępień
19.09. – 21.09.2025
Eröffnung: Freitag, 19.09.2025 19:00
Geöffnet: Samstag & Sonntag 15:00 – 18:00
Mit ihrer Ausstellung PLAYGROUND laden Hiroko Kameda und Agata Stępień dazu ein in die Welt des kindlichen Spiels zurückzukehren – zu einer kreativen ungezwungenen Entfaltung, in eine Zeit, als noch alles möglich schien.
Ausgehend von den unterschiedlichen Kulturlandschaften und Kindheitsumgebungen Japans, Deutschlands, Spaniens und Polens setzen sich die Künstlerinnen mit den Themen Zeit und Erinnerung, geprägt von der Leidenschaft und dem Eifer ihrer Kindheits-und Jugenderlebnisse, auseinander. Sie spüren der Freude, Offenheit und Entdeckungslust, aber auch den damaligen Restriktionen und Verboten, denen sie von der erwachsenen Gesellschaft ausgesetzt waren, nach.
Im Spiel entdecken wir die Welt uns selbst und andere, erlernen Sozialverhalten, erfahren was gefährlich sein kann und was nicht, testen unsere Fähigkeiten und leben sonst versteckte Persönlichkeitsanteile aus. Im Spiel können wir endlich wieder hemmungsloses, freies Ich sein.
PLAYGROUND ist eine Einladung in den verspielten Kosmos der Künstler:innen – eine gemeinsame Reise, die keine Tabletten gegen Reisekrankheit erfordert.
Hiroko Kamedas Installation „Alles unter Kontrolle“ zeigt einen Tisch welcher mit einem großen Patchwork-decke bedeckt ist. Das Tischtuch ist aus gefunden Stoffen und karierten Hemden zusammengenäht. Die Farben erinnern die Künstlerin an ihre Kindheitstage. Auf dem Tuch finden sich weiße Objekte aus luftgetrockneter Modeliermasse. Sie zeigen Eidechsen, Schlangen, Blätter, Steinchen – alles was die Künstlerin als Kind beim Spielen in der Natur faszinierte und sammelte – und was die Eltern nicht immer gerne daraufhin im Haus vorfanden. Können wir heute noch immer dieselbe Schönheit in diesen Dingen sehen? Kameda erinnert sich, wie sie die Uhrzeiger damals absichtlich auf eine spätere Zeit stellte, um länger draußen spielen zu können.
Ein flauschiges Kissen mit einer eidechsenhaften Zunge, welches unter dem Tischtuch hervorragt, lockt in das Reich unter dem Tisch. Geschützt und abgekapselt durch die Tischdecke befindet sich dort ein magischer Ort, welcher von Erwachsenen in der Regel nicht betreten wird. Ein Raum in dem als Kind alles möglich ist. Dort geht die Zeit anders.
Kamedas Malerein verweisen auf eine weitere Dimension des Spiels: auf an Abendhimmel anmutenden Hintergrund befinden sich kleine weiße Figuren – doch sind es keine Gestirne, sondern Formen welche an Videospiele aus den 80ern und 90ern erinnern und uns im kollektiven Gedächtnis in Erinnerung geblieben sind.
Die Videoarbeit „playground“ von Agata Stępień in Zusammenarbeit mit der Dragqueen Babsi Bonèr (Michał Sienkiewicz) übertragt das Rollenspiel aus Kindheitstagen in die erwachsene Welt. Die Künstler:innen, welche sich seit über 30 Jahren kennen, erforschen gemeinsam die Erfahrung von Kindheit und Erwachsensein in einem performativen Akt.
Michał Sienkiewicz verkörpert die Drag-Persona Babsi, während Agata Stępień sich in die wilde Dzińga Dżaga verwandelt. Im leeren Teatr Proxima in Krakau tobten sie sich in einem intuitiven, unvorhersehbaren Rollenspiel aus.
Reife trifft Wildheit, wie Kinder erschaffen sie sich ihre eigene Welt, kommunizieren in einer erfundenen Sprache und verlesen ihr eigenes Manifest – Techno Love.
In die Erzählung eingewobene Kindheitsfotos, welche auch im Ausstellungsraum zu sehen sind, zeichnen die Entwicklung ihrer künstlerischen Wege nach und enthüllen gleichzeitig die ursprünglichen kindlichen Elemente, die sie nie verlassen haben.
Auch als Erwachsene benötigen wir Spielplätze in denen wir uns frei ausdrücken können, in denen Platz ist für die Persönlichkeitsanteile, welche wir im Alltag der Gesellschaft oftmals unterdrücken müssen. Spielen kann heilsam sein – eine Art persönliche Therapie in der wir dazu zurückkehren, was uns schon immer interessiert und ausgemacht hat.
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, dem Ministerium für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen und dem Adam Mickiewicz Institut
Hiroko Kameda
Geboren 1976 in Sano, Japan, lebt und arbeitet in Hamburg, Deutschland
Schulische und berufliche Ausbildung:
2005–2012 Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg mit Diplom bei Prof. Werner Büttner und Prof. Michael Diers
2008–2012 Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Prof. Werner Büttner
2010–2011 Erasmus-Aufenthalt an der Accademia di belle arti di Roma bei Prof. Giuseppe Modica, Rom, Italien
2006–2008 Studium bei Prof. Norbert Schwontkowski
1996–1999 Studium der Geographie an der Nihon-Universität in Tokio mit Diplom
Website: www.hirokokameda.de
Instagram: @_hiroko_kameda
Dr. Agata Stępień
Zweisprachige interdisziplinäre Künstlerin, Doktorin der Geisteswissenschaften, intersektionale Feministin, akademische Lehrerin.
Geboren 1986 in Krakau in eine polnische Künstlerfamilie, wuchs sie in Spanien auf. Sie studierte die letzten zehn Jahre Bildende Kunst an folgenden Universitäten:
– Spanien: Universidad de Castilla La Mancha der Schönen Künste
– Universität Barcelona, Escola Massana
– Belgien: Académie des Beaux Arts Brüssel (Fotografie und Malerei)
– Italien: Akademie der Schönen Künste Rom (Abteilung für Dekoration und Malerei)
– Portugal: Akademie der Schönen Künste Lissabon
Internationale Promotion 2016 in Spanien zum Thema „Die Grenzen der Intimität in der Kunst von Frauen“.
Diplom mit Auszeichnung an der Akademie der Schönen Künste Rom: Fakultät für Bildende und Darstellende Künste. Agata Stępień arbeitet mit europäischen Galerien zusammen. Ihre Werke befinden sich in den ständigen Sammlungen folgender Museen:
– Frauenmuseum von San José, Costa Rica
– Antonio Pérez Museum in Cuenca, Spanien
– Spanisches Museum San Clemente
– Museum Krakau
Website: www.agatastepien.com
Instagram: @artstepien
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PLAYGROUND
Hiroko Kameda & Agata Stępień
19.09. – 21.09.2025
Opening: 19.09.2025, 7:00 PM
Exhibition: 20-21.09.2025, 3:00-6:00 PM
With their exhibition PLAYGROUND, Hiroko Kameda and Agata Stępień invite visitors to return to the world of childlike play – to a creative, unconstrained development, to a time when everything seemed possible.
Based on the diverse cultural landscapes and childhood environments of Japan, Germany, Spain, and Poland, the artists explore the themes of time and memory, shaped by the passion and enthusiasm of their childhood and youth experiences. They explore the joy, openness, and thirst for discovery, but also the restrictions and prohibitions they faced from adult society at the time.
In play, we discover the world, ourselves, and others, learn social behavior, experience what can and cannot be dangerous, test our abilities, and explore otherwise hidden aspects of our personality. In play, we can finally be our unrestrained, free selves again.
PLAYGROUND is an invitation into the artists‘ playful cosmos – a shared journey that requires no motion sickness pills.
Hiroko Kameda’s installation Alles unter Kontrolle (Everything Under Control) shows a table covered with a large patchwork tablecloth. The tablecloth is sewn together from found fabrics and checked shirts. The colors are reminiscent of the artists childhood. On the tablecloth are white objects made of air-dried modeling clay. They depict lizards, snakes, leaves, and small stones – everything the artist fascinated and collected while playing outdoors as a child – and what her parents weren’t always happy to find in the house. Can we still see the same beauty in these things today? Kameda remembers how she deliberately set the clock hands to a later time so she could play outside longer.
A fluffy pillow with a lizard-like tongue protruding from under the tablecloth beckons the visitors to enter the realm beneath the table. Protected and encapsulated by the tablecloth, there is a magical place that adults usually don’t enter. A space where, as a child, anything is possible. Time passes differently there.
Kameda’s paintings point to another dimension of play: small white figures are placed against a background resembling an evening sky – yet these luminaries are not stars, but shapes reminiscent of video games from the 80s and 90s, etched in our collective memory.
The video work playground by Agata Stępień, in collaboration with drag queen Babsi Bonèr (Michał Sienkiewicz), transfers the role-playing of childhood days into the adult world. The artists, who have known each other for over 30 years, explore the experience of childhood and adulthood together in a performative act.
Michał Sienkiewicz embodies the drag persona Babsi, while Agata Stępień transforms into the wild Dzińga Dżaga. In the empty Teatr Proxima in Kraków, they indulged in an intuitive, unpredictable role-playing game.
Maturity meets wildness, like children, they create their own world, communicate in an invented language, and read out their own manifesto – Techno Love.
Childhood photographs woven into the narrative, which are also on display in the exhibition space, trace the development of their artistic paths and simultaneously reveal the primal childlike elements that never left them.
Even as adults, we need playgrounds where we can freely express ourselves, where there is room for those parts of our personality that we are often forced to suppress in everyday society. Play can be healing – a kind of personal therapy in which we return to what has always interested us and defined us.
Funded by the Ministry of Culture and Media Hamburg, the Ministry of Poland and the Adam Mickiewicz Institute
Hiroko Kameda
Born in 1976 in Sano, Japan, Works in Hamburg, Germany
School education and professional education:
2005-2012 Studied fine art at the Hamburg University of Fine Arts with a diploma from Professor Werner Büttner and Professor Michael Diers
2008-2012 Studied fine art at the Hamburg University of Fine Arts with Professor Werner Büttner
2010-2011 Erasmus exchange stay at the Accademia di belle arti di Roma with Professor Giuseppe Modica, Rome, Italy
2006-2008 Studied with Professor Nobert Schwontkowski
1996-1999 Studied geography at Nihon University in Tokyo with a diploma
Website: www.hirokokameda.de
Instagram: @_hiroko_kameda
Dr. Agata Stępień
bilingual interdisciplinary artist, doctor of humanities, intersectional feminist, academic teacher.
Born in Krakow in 1986 into a family of Polish artists, she grew up in Spain. She has spent the last 10 years studying visual arts at:
-Spain: Universidad de Castilla La Mancha of Fine Arts
-University of Barcelona, Escola Massana
-Belgium: Academie des Beaux Arts Bruxelles (photography and painting)
-Italy: Academy of Fine Arts in Rome (department of decoration and painting)
-Portugal: Academy of Fine Arts in Lisbon
International doctoral defense in Spain in 2016 on the limits of intimacy in women‘s art.
Diploma Cum Laude of the Academy of Fine Arts in Rome: Faculty of Visual and Performing Arts Agata Stępień cooperates with European galleries. Her works are in the permanent collections of museums:
-Women‘s Museum of San José Costa Rica
-Antonio Pérez Museum in Cuenca, Spain
-San Clemente Spanish Museum
-Museum of Krakow
Website: www.agatastepien.com
Instagram: @artstepien
Freitag, den 5.9.2025, 19h: Buchvorstellung, Lesung und Diskussion mit Katja Strube, Ausstellungseröffnung mit Nilofar Rezai
Samstag, den 6.9., 15-18h, Ausstellung von Nilofar Rezai
Sonntag, den 7.9., 15-18h, Shortbread & Spinoza: Philosophie, Kaffee, Kekse am Sonntagnachmittag mit Katja Strube. Ausstellung von Nilofar Rezai.
Wie können Menschen sich auf vernünftige Weise miteinander ins Verhältnis setzen? Diese Frage beschäftigte den niederländischen Philosophen Baruch de Spinoza bereits im 17. Jahrhundert.
Spinoza deutet die Idee einer Gesellschaft, einer ›societas‹, an, einer Assoziation, die nicht von Zwang geprägt ist, sondern die staatlichen Formen von Vergemeinschaftung hinter sich lässt.
Während sich autoritäre, islamistische und wieder aufkommende faschistische Staatsformen auf dem Vormarsch befinden, ließe sich mit Spinoza darüber nachdenken, wie eine Gesellschaft beschaffen sein müsste, in der die Einzelnen glücklich leben können. Für Spinoza bedeutet das: die Welt in ihrem Innersten zu verstehen – und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass andere dieselbe Möglichkeit haben.
Nächste Ausstellung: Hiroko Kameda & Agata Stepien, 19.-21.9.2025
Sie Kasahara
Was sagt Ihr Bauchgefühl?
Eröffnung am Freitag, den 29. August um 19 Uhr
Ausstellung 30. und 31.8.2025, Samstag und Sonntag 14 – 19 Uhr
Die Bilder sind nicht aus meinem Bewusstsein entstanden, und ich habe auch nicht die Absicht, Bilder zu erschaffen oder Erinnerungen wiederzugeben. Diese Bilder entstehen ohne bewusstes Nachdenken, allein durch intuitive Handbewegungen. Durch die so entstandenen Werke präsentiere ich dem Betrachter eine „unterbewusste Kommunikation“.
Vieles, was wir in unseren Träumen erleben, ist bereits in dem Moment vergessen, in dem wir aufwachen. Selbst die eindrücklichsten Träume bleiben nicht lange in Erinnerung. Vergessene Träume. Aber vergessene Träume sind nicht verloren, nur weil sie vergessen wurden. Sie bleiben im kollektiven Unterbewussten erhalten. Dort warten sie auf Ihren Besuch, um durch Ihre Intuition mit Ihnen zu kommunizieren.
Kommunikation im Unterbewussten, jenseits der Sprache. Wie Musik erzeugen Bilder Wellen, die die Seele bewegen. Es ist wie ein Wiedersehen mit vergessenen Träumen und fernen Erinnerungen.
(Sie Kasahara)
Die vergessenen Träume
Nächste Veranstaltung:
„Freiheit jenseits des Staates“ – Buchvorstellung und Ausstellung mit Katja Strube und Nilofar Rezaimanesh
Freitag, den 5. September um 19 Uhr
Velvet and the Creatures & Leoni Marie Hübner, Daniel Krikunov, Robby Tijujas and Dyane Prozak
Blood, Sweat and Rhinestones
Opening: 22.8.2025, 19-23 Uhr
Performance by Big Juicy Emma, 20 Uhr
Exhibition: 23.-24.8.2025, 12-18 Uhr
Adresse: hinterconti e.V., Balduinstraße 24, 20359 Hamburg
@big.juicy.emma @velvetatc @l.marie.huebner @kriku.art @robiccup @dyaneprozak @artoffhamburg
#dragart #bloodsweatandrhinestones #queerart #hinterconti #hamburgkunst #artoff #jungekunst #performanceart #dragqueen #hamburgdrag
Blood, Sweat and Rhinestones
Der biblische Vers Lukas 22,44 – „…sein Schweiß war wie große Blutstropfen, die zur Erde fielen“ – diente seit jeher als Bild für intensives körperliches und seelisches Ringen.
Auch der walisische Prediger Christmas Evans griff 1837 in seinen Predigten solche Vorstellungen auf. Berühmt wurde die Redewendung durch Winston Churchills Rede vor dem britischen Unterhaus am 13. Mai 1940: „I have nothing to offer but blood, toil, tears and sweat.“ Heute ist sie eine geläufige Metapher für leidenschaftliche Arbeit unter hohem persönlichem Einsatz – und bildet den gedanklichen Ausgangspunkt dieser Ausstellung. Drag steht im Zentrum – als queere, politische Performancekunst, die vor allem für junge Drag Artists häufig mit Selbstausbeutung, finanziellen Hürden und unsicherem Rückhalt verbunden ist. Und doch wird sie mit Hingabe, Stolz und großer Kreativität praktiziert. Rhinestones – Strasssteine – stehen sinnbildlich für den Glamour, der mit einfachsten Mitteln auf kleine Bühnen gebracht wird: glänzend, funkelnd, performativ – aber nicht elitär. Der Ausstellungstitel verweist zugleich auf die Geschichte des Ortes: Einst Verkaufsraum für Fleisch- und Wurstwaren (mit Kühlraum im Keller), später Ort für erotische Massagen am Rand des Kiezes, ist das Hinterconti heute ein Raum für junge Kunst, Performance und gesellschaftspolitischen Diskurs. Blood, Sweat and Rhinestones vereint vier Positionen, die Drag nicht nur zeigen, sondern kritisch untersuchen – in ästhetischer, medialer und politischer Dimension.
Leonie Marie Hübner und Akasha arbeiten an der Schnittstelle von Fotografie, Performance und digitaler Simulation.
Daniel Krikunov transformiert Headpieces aus der amerikanischen Showgirl-Tradition zu gegenständlich-performativen Erweiterungen seiner Drag-Persona Big Juicy Emma.
Robertas Tijusas überführt Big Juicy Emma in ein großformatiges Gemälde – ein ikonisches Reframing.
Dyane Prozak bespielt den ehemaligen Kühlraum und fragt, wie Drag sich akustisch erfahren lässt – im Dunkel, jenseits des Visuellen.
Eine Ausstellung über Arbeit, Transformation, Glanz: Überlebenskunst in High Heels.
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Blood, Sweat and Rhinestones
The biblical verse Luke 22:44 – “…his sweat was like drops of blood falling to the ground” – has long served as a powerful image of intense physical and emotional struggle. The Welsh preacher Christmas Evans also drew on such imagery in his sermons as early as 1837. The phrase itself became widely known through Winston Churchill’s speech to the British House of Commons on May 13, 1940: “I have nothing to offer but blood, toil, tears and sweat.” Today, the expression serves as a common metaphor for passionate labor under intense personal sacrifice – and it forms the conceptual starting point of this exhibition. At the center is drag – a queer, political performance art that, especially for young drag artists, often involves self-exploitation, financial precarity, and uncertain support. And yet it is practiced with pride, passion, and remarkable creativity. Rhinestones – small, shimmering stand-ins for luxury – symbolize the glamour brought to small stages with modest means: glittering, dazzling, performative – but never elitist. The exhibition title also references the history of the space: once a butcher’s shop with a meat locker in the basement, later used for erotic massage at the edge of the red light district, the Hinterconti is now a venue for emerging art, performance, and socio-political discourse. Blood, Sweat and Rhinestones brings together four artistic positions that don’t just present drag, but critically engage with it – in its aesthetic, media-based, and political dimensions:
Leonie Marie Hübner and Akasha work at the intersection of photography, performance, and digital simulation.
Daniel Krikunov transforms American showgirl headpieces into sculptural, performative extensions of his drag persona Big Juicy Emma.
Robertas Tijusas reimagines Big Juicy Emma in a large-scale painting – an act of iconic reframing.
Dyane Prozak stages a sound installation in the former meat locker, asking how drag can be experienced acoustically – in the dark, beyond the visual.
An exhibition about labor, transformation, sparkle – the art and struggle of living in high heels.
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Pachet Fulmen: POISEN PROTEST PLAGIAT // 8. – 17. AUGUST 2025
Eröffnung am Freitag, den 8. August um 19 Uhr
20:30 Uhr: Artistin Talks Performance – Pachet Fulmen im Dialog mit Belinda Grace Gardner
Finissage: Freitag, 15. August um 19 Uhr
Ausstellung 09.08. – 17.08.2025
Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag 16-19 Uhr
und nach Vereinbarung unter contact@pachetfulmen.com / +49(0)17656917050
(…) In ihren bewegtbildlichen, zeichnerisch-malerischen und performativen Szenarien rückt Pachet Fulmen der beängstigend bequemen gängigen Ordnung der Dinge mit Horror und Komik buchstäblich zu Leibe. Dies ist die eigentliche Bedrohung, die sie in den gezielt drastischen Gegenbildern ihrer multimedialen Kunst mit aller gebotenen Brutalität, dabei witzreich und burlesk beleuchtet: die Unfreiheit repressiver weiblicher Muster(un)gültigkeiten, aus denen sie in jeder ihrer künstlerischen Äußerungen immer wieder aufs Neue ausbricht und die sie in sich zusammenstürzen lässt wie Kartenhäuser im aufpeitschenden Sturmwind.
Die feministisch befeuerte Weltbefragung, die sie in wechselnden Alter Egos vornimmt, ist immer auch eine Selbstbefragung: riskant, rabiat, furchtlos und ohne Rücksicht darauf, ob sich diese in Wohlgefallen auflösen lässt oder als explosive bildliche Sprengladung ihr und allen Anwesenden zuletzt um die Ohren fliegt.
Belinda Grace Gardner
Bild: Arab Spring WOMEN LIFE LOL!, 220 cm x 300 cm, Öl und Acrylspray auf Leinwand, 2024 (Detail)
Vorschau:
Sie Kasahara:
Was sagt Ihr Bauchgefühl?
Eröffnung: 29. August um 19 Uhr
Ausstellung 30.-31.8.2025
Samstag und Sonntag 14-19 Uhr
Eröffnung 18.7 ab 19h; Performance André Mulzer um 20:30h
Ausstellung: 19-27.7, Freitags – Sonntags 16h – 20h
Finissage 27.7 mit DJ Teack ab 18h
https://www.instagram.com/sssandra_slim/
morning songs #4
Vadim Keylin, Daniel Kupferberg, Theda Weber-Lucks
States of being, transitions, transformations – between enduring, releasing, opening up; between swirling fantasies of incapacity and self-analytical disintegration. Undergoing the endless movements between the embodied and the conceptual, braving the ever-futile attempt to grasp the unnameable in the primordial stream of signs. These processes lie at the core of the 10 minimalist poems of morning songs.
Translated sonically and visually, they become a game, an existential one at that, of intra-actions between light and shadow, (re)inventing and tearing apart, murmuring and rustling.
Seinszustände, Übergänge, Transformationen – zwischen Aushalten, Loslassen, Öffnen; zwischen wirbelnden Unfähigkeitsfantasien und selbstanalytischer Auflösung. Das Durchleben der endlosen Bewegungen zwischen Körperlichem und Konzeptuellem, das Aushalten des stets vergeblichen Versuchs, das Unbenennbare im Urstrom der Zeichen zu erfassen. Diese Prozesse bilden den Kern der zehn minimalistischen Gedichte der Morgenlieder von Vadim Keylin.
Akustisch von Theda Weber-Lucks und visuell von Daniel Kupferberg übersetzt, werden sie zu einem Spiel, einem existenziellen, der Intraaktionen zwischen Licht und Schatten, des (Neu-)Erfindens und Zerreißens, des Murmelns und Raschelns.
Upstairs:
Vadim Keylin – poems / listening scores
Daniel Kupferberg – drawings / projections / objects
Theda Weber-Lucks – vocal performance
Downstairs / video projection:
Daniel Kupferberg (projections), Sofia Borges (percussion), Theda Weber-Lucks (voice), Vadim Keylin (voice) & Werner Dafeldecker (electronics)
Filmed by Elmar Kaiser, edited by Daniel Kupferberg & Theda Weber-Lucks
July 04–06 at hinterconti
Balduinstraße 24. 20359 Hamburg
Opening – July 04, 18h
Performances at 20h
Exhibition open: July 05–06: 14–18h
Das Nature Writing Festival 2025 ist im hinterconti zu Gast. Es präsentiert eine Lesung aus dem Buch „Hochschwarzwald“ von Doris Feil – mit musikalischer Begleitung von Birgit Erz.
„Was geschieht im Sommer 1967, als Paul Celan den Schwarzwald besucht? Celan lässt sich von Freiburg aus zu Martin Heideggers Hütte in Todtnauberg bringen. Wieso Celan, der seine Familie im Holocaust verlor, Heidegger, den ehemaligen Nazi, trifft und sich mit ihm in seine Hütte setzt, ist bis heute unklar…“
Die Autorin Doris Feil begibt sich auf eine Reise durch die Landschaft des Hochschwarzwaldes, um Antworten auf diese Frage zu finden.
Birgit Erz, Violinistin des Boulanger Trios, führt mit ihrer Musikauswahl von Rumänien bis nach Palästina und deutet Celans Ausflug in den Schwarzwald in einem übergreifenderen, biografischen Kontext.

The Blood Diaries
Joëlle Mesén-Ramírez & keos
Vernissage & Performance: Freitag, den 30. Mai. 19-23 Uhr
Ausstellung: Samstag und Sonntag, 31. Mai und 1. Juni, 14-18 Uhr
Blut hat in zahlreichen Kontexten eindeutige und ambivalente Interpretationen. Blut löst Ekel und Angst aus und wird mit Gewalt und Verletzungen verbunden. Blut erinnert uns an unsere eigene Zerbrechlichkeit. Blut ist Lebenselixier und Ausscheidung. Blut ist gefährlich und lebensrettend. Blut ist abscheulich und begehrenswert. Blut ist der Nährstoff und das Habitat von Parasiten. The Blood Diaries sind die Chroniken von diesen Lebewesen. Blutgeschichten, die in einem DIY Forschungslabor dokumentiert und aus einer dekonstruierten (nicht-) wissenschaftlichen Perspektive erzählt werden.
Zu den organischen Soundscapes von keos werden Zuschauer*innen durch Videoinstallationen, Hämatoaquarellen und Storytelling mit dem Lebenszyklus eines Blutparasiten konfrontiert, als Metapher für die Erfahrungen queerer und rassifizierter Menschen, die auf der Suche nach einem Zuhause ein Leben am Rande der Gesellschaft führen müssen.
Triggerwarnung:
In der Ausstellung wird mit künstlichem Blut gearbeitet. In einigen Texten geht es um körperliche Gewalt und Ausgrenzung in Zusammenhang mit Transidentität und Rassismuserfahrungen.
EN
The Blood Diaries
Joëlle Mesén-Ramírez & keos
Vernissage & Performance: Friday, 30 May. 19-23 hrs
Exhibition: Saturday and Sunday, 31 May and 1 June, 2-6pm
Blood has clear and ambivalent interpretations in numerous contexts. Blood triggers disgust and fear and is associated with violence and injury. Blood reminds us of our own fragility. Blood is the elixir of life and excretion. Blood is dangerous and life-saving. Blood is abhorrent and desirable. Blood is the nutrient and habitat of parasites. The Blood Diaries are the chronicles of these organisms. Blood stories documented in a DIY research lab and told from a deconstructed (non-)scientific perspective.
To the organic soundscapes of keos, viewers are confronted with the life cycle of a blood parasite through video installations, haematoaquarelles and storytelling, as a metaphor for the experiences of queer and racialised people who have to live a life on the margins of society in search of a home.
Trigger warning:
Artificial blood is used in the exhibition. Some of the texts deal with physical violence and marginalisation in connection with trans identity and experiences of racism.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien (BKM) der Freien- und Hansestadt Hamburg.
Opening: Freitag, 23.05. ab 19:00 (bis ca 0:00 )
Samstag, 24.05 / 17:00 – 23:00
Die Doppelausstellung der Hamburg-based Kollektive zeigt ein breites Spektrum unterschiedlichster kollektiver Kunstproduktion. Beiden gemein ist die lustvolle Aneignung sub- und hochkultureller Codes und der unerschrockene DIY-Ansatz.
Pop up in$tallation „Secret Shop“, Catwalks & latest Bootleg Couture und Cunt Classics ffor precarious Dandys, basic witches, antifascist Fashion Lovers und Style-Freaks like us ![]()
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Mit TUTUS AGINST TATÜTATAA präsentiert das Hamburger Modekollektiv HOOLS OF FASHION Bootleg-Couture und setzt auf Action-Fashion, politische Statements und spielt mit Aneignungen und Provokationen. Die Mothers of Chanel Cunt Radical Chic kombinieren Strreetstyles, subkulturelle Codes und DIY Fashion. Dekonstruktionen von Uniformität und die Präsenz von Uniformierten sind die zwei Ausgangsinspirationen für die neue Kollektion, die in Catwalk-Interventionen direkt auf dem Bürgersteig präsentiert wird. Im Basement empfängt die Installation „Secret Shop“ Fashion-Lovers und Style-Enthusiast*innen mit Classics und new stuff.
In der oberen Ausstellung ist das Ensemble B O Y zu Gast. Seit 2019 präsentiert das Team, das Ensemble rund um Boy Division dem „B O Y-Fernsehgarten. Eine 3/4 seriöse Live-Unterhaltungsschow zumeist im Kampnagelgarten während des dortigen Sommerfestivals. Viele der spektakulären, halsbrecherischen oder auch emotionalen Höhepunkte wurden in Bild und Ton fest gehalten.Und diese bisher unveröffentlichten Momentaufnahmen werden nun präsentiert! Und nicht nur Fotos und Videos können beäugt werden, auch Originalrequisiten und besondere Erinnerungsstücke werden erstmals aus nächster Nähe zu bestaumen sein. Darüber hinaus werden gleich mehrere Stars und Akteur*innen der bisher insg. 7 Fernsehgärten ihre Visitenkarte im Hinterconti abgeben und führen durch die Ausstellung bzw geben das eine und andere Highlight live im Schaufenster zum Besten!
Hamburg
@hoolsoffashions @artoffhamburg
VORSCHAU:
The Blood Diaries
Joëlle Mesén-Ramírez & keos
Vernissage & Performance: Freitag, den 30. Mai. 19-23 Uhr
Ausstellung: Samstag und Sonntag, 31. Mai und 1. Juni, 14-18 Uhr
Eröffnung am Freitag, den 16. Mai um 19 Uhr
Ausstellung: 17. und 18. 05. 2025 16 – 20 Uhr
Im Zusammenhang mit unserem Traumerleben fällt gelegentlich das Wort „Ausschüttung“, und wie die hermetische Alchemie, so ist auch unsere Gehirnalchemie ein Gebilde aus Zu- und Abflüssen, ein Gefüge von Gefäßen und deren Verzweigungen, ein Mysterium Coniunctionis. Hermetisch nicht, weil luftdicht versiegelt, sondern nach dem Hermes Trismegistos, dem mythischen Mittler zwischen Orient und Okzident. Der Übergang von Sublimation, dem Phasenübergang, Festes wird flüssig, Schweres leicht, zu Sublimierung, Umleitung (oder auch Umschöpfung!) von Triebenergie – ist ein fliessender, von der Phase zur Vase.
Obgleich wir doch wissen, dass Traumgeschehen und dessen suggestive Szenen und Episoden der Begegnung mit Fremden, Besuchern von Außen, das Verweben mit Fern-Figurationen, sich doch allein aus uns schöpft und sich in uns ereignet, so fühlen wir uns doch wie eine Schale, in die von außen und über den Rand gegossen wird, und in jenem Kreiseln der Bilder ist alles in Bewegung, sie lösen sich aus dem Tagesrest, und jener matte Bodensatz gewinnt Geschmeidigkeit und Glanz, nimmt Fahrt auf und verbindet sich mit allem im Jenseits unserer (Hirn)-Schale – zumindest potentiell.
Arkanum 14, die Mäßigkeit, ist im Tarot mit der Darstellung einer lichten Engelsfigur geläufig, die aus dem einem Kelch in den anderen gießt, einen Fuß auf der Erde, den anderen im Wasser, mittelnd zwischen stet und unstet, fest und fluid. Aleister Crowley taufte Arkanum 14. in seiner Version des Tarot schlichtweg Kunst. Ferdinand Maack las einst aus der Formverwandtschaft unserer Fingerkuppen-Linien mit unseren Gehirnwindungen Beweiskraft dafür heraus, in den Fingerspitzen befände sich unser vergessenes zweites Gehirn – was das Formen eines Gefäßes aus Ton in ein besonderes Licht rückt. Kopf und Hand in fließenden Austausch bringen, zwei Gehirne als zwei Kelche, die sich in Schleife aus- und ineinandergießen: das gelingt wohl nur im Nichtdrandenken.
Was der Psychoanalyse als Verschluss-Sache die Krypta ist, ist für die Hermetik der Gefäße das Einweckglas. Beide im Keller, die Gläser so zahllos gestapelt und gereiht wie andernorts im Karner die Köpfe Verblichener. Gefäße sind tröstlich, sie bannen und verzögern Verfall, erhalten und enthalten das Flüchtige, Verderbliche, sie bewahren für die Zukunft, halten die Luft an und stehen für das Versprechen, dass es eine Zukunft gibt – und dass man ihr gut vorbereitet mit seinem Eingekochtem entgegentritt. Bricht einer das Tabu und öffnet das Einweckglas (wenn es nicht das eigene ist), so wandelt es sich zum Aufweckglas, und der entrückte „stumme“ Traumzustand ist beendet, der Spuk vorbei – oder aber: er beginnt! Das Aufgehobene, Aufgeschobene, es bricht in die Gegenwart ein, kehrt spür- und hörbar zurück – und sei es auch nur im Traum!
Diese Kleine Gesellschaft stellt nicht von ungefähr dem Traum das Gefäß gegenüber, sozusagen. Vielmehr: sie stehen dicht nebeneinander und tuscheln, tauschen aus.
Text: Alexander Rischer
Die Ausstellung wurde kuratiert von Micha Mohr und Alexander Rischer.
www.instagram.com/frankbrovira
english version below
Wer entscheidet über Kunst im öffentlichen Raum?
Wie verändert sich Kunst im öffentlichen Raum?
ReferenzBibliothek ist ein Projekt des para-education e.V. (Dörte Habighorst, Sarah Savalanpour, Thesea Rigou und Malin Kuht) in Zusammenarbeit mit Stadtkuratorin Hamburg und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
en
Who decides on art in public spaces? Who has made art in public spaces and why? How does art in public space change?
After a two-week residency at hinterconti with initial discussions and encounters with Hamburg actors about their projects and artistic practice. The project invites you to Open Lab ReferenzBibliothek for Public Art in Hamburg and Beyond and continue the design process of the ReferenzBibliothek.
The ReferenzBibliothek traces connections, paths, links, aberrations, the lost, the precarious, the artivist and global perspectives in the local sphere in order to map the complexity of the various stages of public art in Hamburg and make them publicly accessible.
„We refer to all materials that our interviewees name as their central points of reference as references, without any claim to completeness. The collection is created from their references and continues to grow through research by the project participants and through donations. The collection mainly comprises books, but also photos, videos and ephemera on art in public space in Hamburg, primarily from 1981 onwards.“

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke

wir (ver-)sammeln! open lab ReferenzBibliothek Kunst im öffentlichen Raum Hamburg seit 1981 (und darüber hinaus) Foto: Anne Linke
Philipp Schewe
THE ENDS OF WEST MAY GET YOU HIGH
ERÖFFNUNG
Freitag, 28.03.2025 ab 19h
Performance 21h:
Philipp Caspar Frederick & Chamberlab
Paolo Moretto & Rolf Naedler
„Von Wesen, Mustern und entzückenden Dingen“
Eröffnung am Freitag, den 14. März um 19 Uhr
Ausstellung am Samstag und Sonntag, 15. und 16. März, 15-19 Uhr
Das Werk von Paolo Moretto fasziniert immer wieder durch neue Themen und Ausdrucksarten. Teils lässt er sich in spielerischer Herangehensweise durch Fundstücke oder Materialien inspirieren, aber ihn langweilt selbst die Wiederholung, so dass sein Oeuvre weit aufgefächert ist und für die Betrachter:innen immer wieder neue Bezüge und Überraschungen bereithält. Er entwirft filigrane große Skulpturen, näht und klebt oder malt und übermalt. Manchmal geben ein Wort oder Text einen zusätzlichen Impuls, manchmal wächst sich sein Werk aber auch zu einer ganzen Demonstration aus. Wenn man etwas nicht sicher zuordnen kann, dann ist es vermutlich von Paolo Moretto.
Rolf Naedlers künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Malerei, die er auch mit Drucktechniken kombiniert. Letztere sind aber auch alleinige Ausdrucksmittel. Er bearbeitet oft Themenzyklen aus Flora, Fauna und Umwelt und recherchiert hierbei historische und naturwissenschaftlichen Hintergründe, um sie als komplexe Inhalte zu Metaphern und Mustern zu transformieren. Oft isoliert er hierfür ein Wesen oder Objekt und bettet dieses in ihm zugedachte Muster oder Strukturen ein, wodurch neue Bezüge und Gefüge entstehen.
Beide Künstler spielen gern mit Illusionen und brechen diese auch wieder, sei es in gestörten Rapporten, Überlagerungen oder Fehlstellen, weil ihnen das Schöne und die reine Harmonie suspekt sind. Hierin gleichen sich die Arbeiten von Moretto und Naedler, auch wenn sie hierfür unterschiedliche Wege gehen.
Die Ausstellung “Töchter” beschäftigt sich mit der Rolle der Tochter. Beziehungen, Verantwortung, Nähe, Fürsorge:
Was prägt unsere Position als Töchter in der Familie, in der Gesellschaft? Welche Bilder haben wir dazu im Kopf und
wie können wir diesen gerecht werden oder sie verändern und anpassen? Auf je eigene Weise arbeiten die Künstlerinnen
eine spezifische Tochter-Situation heraus und zeigen die Eingebundenheit und Verknüpftheit mit ihrer Person:
Magda Stützer-Tothova verarbeitet fotografisch, filmisch und bildhauerisch den Alltag mit ihrer Tochter Ella. Diese
Mutterschaftserfahrung beeinflusst die künstlerische Praxis von Stützer-Tothova auf kathartische Weise und mündet
in die Einbeziehung ihrer Tochter im bildnerischen Prozess als eine Lösung für den eigenen Schaffensprozess.
Niina Lehtonen Braun hingegen nähert sich dem Ablöseprozess von Töchtern und Töchter-Müttern malerisch an. Die
weichen Farbstriche verbinden sich in einer Videoanimation zu einem immer wieder von vorne beginnenden Prozess der
Ablösung und Neuverbindung.
ANna Tautfest nimmt den Aufenthalt in einer Intensivstation zum Anlass, über die Care-Momente eine persönlich-abstrakte
Auseinandersetzung mit ihrem Tochter-Sein zum Ausdruck zu bringen. Die fotografische Dokumentation bildet den
Ausgangspunkt für ein Weiterdenken in Care-Situationen und utopischen Szenarien.
Im Zusammenkommen der drei unterschiedlichen Herangehensweisen positionieren sich die Künstlerinnen auch zueinander
im Raum, als Töchter, als Künstlerinnen, als Positionen in der Kunst. Die Einzel-Perspektive wie auch die Schnittmenge
erzählen in ihrer jeweiligen Spezifik etwas über sich, werden aber auch allgemein lesbar. Die Verschiedenartigkeit der
Positionen führt zu einer Leseweise, in der die Lücken mit anderen Positionen gefüllt werden können. Im Umreißen dieses
komplexen Themas der Töchterschaft entsteht eine Fragestellung, die die gesellschaftliche Positioniertheit reflektiert und
ausstellt. Der Umriss der Thematik scheint in den vielen Kleinst-Einblicken in die persönlichen Erfahrungen von drei Töchtern
in der Kunst auf.
Vernissage 28.02.2025 19h-23Uhr, 20 Uhr Performance “Fragments and contradictions” mit Magda Stützer-Tothova
Sa, 01.03.2025 / 17h – Artist Talk
So, 02.03.2025 / 17 Uhr Performance “Soundtrack Of A Dream”, Dörte Habighorst
So, 02.03.2025 / 18-20h Finissage
Workshop Programm 01.03.-02.03.2025:
In einer Reihe von Aktivitäten können die Besucher_innen gemeinsam mit den Künstlerinnen das Produzieren, das Herstellen erproben. Wie werden gesellschaftliche Positionen hergestellt? Welche Tätigkeiten gehören dazu? Wie bewirken Tätigkeiten unsere gesellschaftliche Position? Herstellen, sich herstellen, Familie herstellen, Tradierung herstellen. Wir beschäftigen uns mit Formen der Produktion, mit Positionierung und mit Zuschreibung. – Tee wird mit Töchtern gemischt, ein Wissen geht von einer zur anderen über, Rituale werden hergestellt, Verbindungen geschaffen und weitergeführt. Halt, Zusammenhalt, Halten. Wer hält wen und was wird erhalten? Töchter produzieren alleine, gemeinsam, im Kollektiv, mit euch! Wir lesen uns gegenseitig vor, wir halten zusammen, wir stellen her.
Samstag, 01.03.2025, 15Uhr
“Mit Töchtern Tee Mischen”, Magda Stützer-Tothova (Workshop, ohne Anmeldung)
Sonntag, 02.03.2025, 15-20Uhr
“Töchter produzieren: Hands of Care”, Niina Lehtonen Braun, ANna Tautfest (Workshop, ohne Anmeldung)
„Töchter“ Hilbertraum Berlin 29.11.-08.12.2024
Ergebnisse einer zweiwöchigen Residency von dos pfeil.
Work in Progress mit Hartmut Böhme, Birgit Erz, Dörte Habighorst, Klaas Jarchow und vielen, die noch dazu kommen werden.
Komm vorbei und finde eine nicht ganz ironiefreie Distanz zu deutschen Befindlichkeiten, Tagesthemen und Philosophien. Ein inklusives Angebot am Sonntag der Bundestagswahl. Was ist German Wald für dich?
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CISTEM
10.01 – 12.01.2025
Eine Performance-Ausstellung von M.S und MN
Kuratiert von Judith Hofer
In ihrer Ausstellung CISTEM beschäftigen sich die Künstler:innen M.S und MN mit Erfahrungen geflüchteter und Queerer Menschen sowie mit den Anfeindungen und Fragen mit welchen diese alltäglich konfrontiert werden. Vertrieben und geflohen aus einem System, welches sie unterdrückt und ihre Freiheitsrechte bis zur Lebensgefahr einschränkt, finden sie sich hier in einem wieder, in welchem sie instrumentalisiert und als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und so jeden Tag ihre Existenz rechtfertigen und für ihre Freiheit kämpfen müssen.
In den Performance-Installationen sowie einer Sound-Installation werden diese Lebensrealitäten nahbar erfahrbar gemacht. Jeweilige Nachgespräche laden zum Austausch und einem gegenseitigen Verständnis ein.
Programm
10.01.2025
Eröffnung: 18:30
Performance: 18:30 – 20:30
Nachgespräch: 21:00
11.01.2025
Geöffnet: 17:00 – 21:00
Performance: 17:00 – 19:00
Nachgespräch: 19:30
12.01.2025
Geöffnet: 15:30 – 19:00
Performance: 15:30 – 17:30
Nachgespräch: 18:00
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CISTEM
10.01 – 12.01.2025
A performance exhibition by M.S and MN
Curated by Judith Hofer
In their exhibition CISTEM, the artists M.S and MN deal with experiences of refugees and queer people and with the hostility and questions they are confronted with on a daily basis. Expelled and having fled from a system that oppresses them and restricts their freedom to the point of mortal danger, they find themselves here in a system in which they are exploited and treated as second-class citizens and thus have to justify their existence and fight for their freedom every day.
In the performance installations and a sound installation, these realities of life are made accessible. Follow-up discussions invite exchange and mutual understanding.
Program
January 10, 2025
Opening: 6:30 p.m.
Performance: 6:30 p.m. – 8:30 p.m.
Follow-up discussion: 9:00 p.m.
January 11, 2025
Open: 5:00 p.m. – 9:00 p.m.
Performance: 5:00 p.m. – 7:00 p.m.
Follow-up discussion: 7:30 p.m.
January 12, 2025
Open: 3:30 p.m. – 7:00 p.m.
Performance: 3:30 p.m. – 5:30 p.m.
Follow-up discussion: 6:00 p.m.
Peter Boué und David Boué
Nils Emde und Elena Getzieh
Veronika Gabel und Verena Schöttmer
Judith Delgado und Dos Pfeil
Stefan Mildenberger und Bianca Müllner
ANna Tautfest und Dörte Habighorst
ERÖFFNUNG : Mittwoch, 18.12.2024 // Beginn: 19h
FINISSAGE: Freitag, 3.1.2025 // Beginn: 19h / 20:00h: Performance mit Judith Delgado und Dos Pfeil
Mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Ausstellungsansicht (von links: David Boué, Bianca Müllner, Stefan Mildenberger, Verena Schöttmer)
Dos pfeil (rechts), Bianca Müllner (links unten)
Peter Boué (links), Veronika Gabel (rechts)
—

Von wem welcher Knochen ist, ist am Ende vom Fest egal – keiner will den Rest.
Das Archiv aber nimmt alles auf, im Archiv wird der Rest zum Potenzial – und spielt ein Lied
über verflossene Speichen, Motorblock und Griff, über sein Reich vor dem Tod und nach dem Leben,
über Knochen und Bohnensuppe, Gemeinschaft, Pfusch und verlorengeglaubte Mitglieder.
Eröffnung: Freitag 13. Dezember, 19 Uhr
geöffnet: Samstag und Sontag, 14.-15.12.2024 von 15-18Uhr
Sonntag, 15. Dezember, 16 Uhr
MUSIK: Schlagstabspiel von Pilar Cruz und Sonja Roczek
Eröffnung: 5. Dezember 19 Uhr
Ausstellung: 6.-8. Dezember, 14-20 Uhr
Die Ausstellung präsentiert eine fotografische Arbeiten zu Logistik und ethnologische Forschungsergebnisse zu Gig Work in der Smart City. Sie untersucht die technische Einrichtung des Sozialen im distributiven Paradigma und dessen Auswirkungen: Gig Work. Maintaining Life in the Smart City. Verfügbarkeit 24/7. Internet und Magie. Wunder der Selbstbewegung. Zirkulation.
Instagram: @marinusreuter
Profil: https://www.bim.hu-berlin.de/de/pers/wi-mi/litschel
English
Opening: December 5, 7 p.m.
Exhibition: December 6-8, 2-8 p.m.
The exhibition shows a photographic work on the subject of logistics and ethnological research results on gig work in the smart city. It investigates the technical arrangement of the social in the distributive paradigm and its effects: gig work. maintaining life in the smart city. available 24/7. internet and magic. The miracle of self-movement. circulation.
Instagram: @marinusreuter
Profil: https://www.bim.hu-berlin.de/de/pers/wi-mi/litschel
Legov nie tgnis
Eine Ausstellung von Katja Staudacher & Achim Schauffele
Eröffnung: Freitag, 29.11.2024, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag, 30.11.2024 & Sonntag, 01.12.2024 16:00 – 19:00 Uhr
„Eisen schafft Geistes-Gegenwart. In anderen Worten, es erschwert das „Hinaustreten“, das „Hinwegfliegen“, die Trance.
Deswegen besagt der Aberglaube, daß die Berührung mit Eisen die Hexen und Werwölfe zwinge, ihre Tiergestalt abzulegen- das heisst, es bringt sie aus ihrer schamanistischen Ekstase heraus, es unterbindet ihre Einstimmung auf die tierischen Instinkte; es blockiert den Zugang zu den vegetativen Funktionen, zum kollektiven Unterbewußtsein, zu den wilden Regionen jenseits des Zaunes der Zivilisation, jenseits der Grenzen unserer kulturgeprägten Persönlichkeit.“
aus: „Pflanzendevas“ von Wolf-Dieter Storl
In einer gemeinsamen Ausstellung verschränken Katja Staudacher & Achim Schauffele ihre Herangehensweisen des Kunstschaffens zu einem Parkour. Während Schauffele psychophysische Bilder der Innerlichkeit nach außen stülpt und zu einem Baukastensystem entwickelt, indem er eigens dafür Regelsysteme kreiert und materialisierte Figuren archaischer Denkbilder darin positioniert und somit einen Versuch der Ordnung vornimmt, packt Staudacher Situationen aus dem Leben direkt am Schopfe und zieht den Witz und die Leere des Alltags als Zitate in den Raum. Sie erinnern an das, was einem täglich begegnet und offenbaren vermeintliche Sehnsüchte der Gesellschaft.
Katja Staudacher und Achim Schauffele begegnen sich im Existenziellen. In dem was übrig bleibt, wenn man Überfluss subtrahiert und Verdichtungen seziert.
(Text: Verena Schöttmer)
gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
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LEGOV NIE TGNIS
KATJA STAUDACHER & ACHIM SCHAUFFELE
29.11. – 01.12.2024
Opening: Friday, November 29th, 2024, 7:00 p.m
Opening hours: Saturday & Sunday 4:00 p.m. – 7:00 p.m
Iron creates presence of mind. In other words, it makes it harder to „step out“
the “flying away”, the trance.
That’s why superstition says that touching iron will kill witches and forcing
werewolves to shed their animal form – meaning, it takes them out of their
shamanistic ecstasy, it prevents their attunement to the animal instincts;
it blocks access to the vegetative functions, to the collective unconscious,
to the wild regions beyond the fence of civilization,
beyond the boundaries of our culturally influenced personality.
from „Pflanzendevas“ by Wolf-Dieter Storl, 1997
In a joint exhibition, Katja Staudacher & Achim Schauffele combine their approaches to creating art into a parkour. While Schauffele turns psychophysical images of inwardness outwards and develops them into a modular system by creating control systems specifically for this purpose and positioning materialized figures of archaic mental images in them and thus attempting to create order. Staudacher grabs situations from life directly head on and draws the joke and the emptiness of everyday life as quotes in the room. They remind us of what we encounter every day and reveal the supposed longings of society.
Katja Staudacher and Achim Schauffele meet in the existential realm. In that, which remains when you subtract excess and dissect condensations.
(Text: Verena Schöttmer)
Spuren eines Prozesses /// bookrelease und Ausstellung Liv Pedersen mit Dr. phil. Kristin Drechsler und Judith Hofer // 23.01. – 25.01.2026
Liv Pedersen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Spuren eines Prozesses
Buchveröffentlichung/Ausstellung: 23.01. – 25.01.2026
ist ein Künstlerbuch über einen künstlerischen Prozess. Liv Pedersen verwebt in ihrer Publikation das Material miteinander, das sich in Form von Bild, Notizen, Gedanken und Schnipseln im Laufe eines Arbeitsprozesses ansammelt. Über die Buchseiten hinweg knüpfen sich spielerisch Verbindungen zwischen den verschiedenen Dokumentationsebenen. Tiefgreifendere und neue Zusammenhänge treten zutage. Dr. phil. Kristin Drechsler, Judith Hofer und Inka Lusis bringen mit eigenen Textbeiträgen weiterführende Betrachtungen ein. Das Künstlerbuch Spuren eines Prozesses feiert sein Erscheinen vom 23.01. – 25.01.2026 im hinterconti in Form einer Ausstellung und Lesung.
Spuren eines Prozesses
Vernissage mit Lesung Freitag, 23.01.2026 ab 19 Uhr
um 19:30 Uhr Lesung mit Dr. phil. Kristin Drechsler, Judith Hofer und Liv Pedersen (Dauer ca. 1 Stunde)
weitere Öffnungszeiten:
Samstag, 24.01.2026 / 15 – 19 Uhr
Sonntag, 25.01.2026 / 15 – 18 Uhr
16Uhr Performance mit Dr. phil. Kristin Drechsler & Liv Pedersen geben
Spuren eines Prozesses wird freundlich unterstützt von der
Hamburgischen Kulturstiftung, dem Bezirksamt Hamburg-Mitte
das Programm des hinterconti e.V. wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg