Das Archiv. Vom Sammeln und aufgesammelt werden.
Teil I
Black Water
Klaus Stoldt (1931-2018)
Im Jahr 2024 verhandeln wir in der Ausstellungsreihe „Das Archiv. Vom sammeln und aufgesammelt werden.“ den Archivbegriff und dessen vielfältige Formen und Betrachtungsweisen.
Wir freuen uns sehr darüber die Reihe mit der Ausstellung Black Water des Hamburger Künstlers Klaus Stoldt zu eröffnen.
Die präsentierten Arbeiten stammen aus seinen Schaffensphasen aus der ersten Dekade der 2000er Jahren. Diese sind geprägt von aufwühlenden Zeiten des politischen Umbruchs, nachdem der Anschlag auf das World Trade Center erfahren wurde und eine Weltmacht vehement militärisch auftritt um ihren Rang zu verteidigen.
Klaus Stoldt entwickelt während dieser Phase seines künstlerischen Arbeitslebens eine Serie, der er den Titel „Gescheiterte Technik“ gibt. Diese fand ihren Ursprung in einer Überarbeitung eines Werks aus den 1990er Jahren, welches noch zu der Reihe „Gefrierbrüche“ zählt. Hier setzte sich Stoldt in seiner Malerei bereits mit Technik, deren Form und Auswirkungen auseinander. Jedoch bezog er sich hier noch mehr auf deren formalen Aspekte. Auch wenn die Weltpolitik den Künstler und seine Arbeit stets bewegte, so entwickelte sich sein künstlerischer Ausdruck erst in den späteren Werkreihen „Gescheiterte Technik“ und zuletzt in den „Vertuschungen“, zu einem unübersehbar politischen.
Die Ausstellung Black Water versucht eine mögliche Ausstellungsidee nachzukonstruieren, ihr gerecht zu werden und ins hinterconti zu übertragen. Darüber hinaus gewährt sie auch fragmentarische Einblicke in das Leben des Hamburger Künstlers. Stoldt war zu Lebzeiten ein Besucher des hinterconti und spielte mit dem Gedanken dort einmal auszustellen. In intensiver Zusammenarbeit mit seiner Frau Erika Stoldt, sichteten wir zunächst das Oeuvre des Künstlers in ihrem gemeinsamen Haus, um daraufhin eine Auswahl an Arbeiten zu treffen. Aufgrund des beeindruckenden Lebenswerks des Künstlers und den begrenzten Räumlichkeiten des hintercontis, fiel uns dies nicht leicht. Grundstein hierfür war die Frage: „Was denkst Du: Welche Bilder wollte Klaus im hinterconti ausstellen?“.
Vernissage:
Donnerstag, 11.04.2024 ab 18:00 Uhr
Zu Gast: Erika Stoldt
Öffnungszeiten:
Freitag 12.04.2024
Samstag 13.04.2024
Sonntag 14.04.2024
jeweils 15:00 – 19:00 Uhr
Kuration: Judith Hofer
Konzept: Dörte Habighorst
Layout: Angela Gerlach
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Das Archiv. Vom Sammeln und aufgesammelt werden.
Part I
Black Water
Klaus Stoldt (1931-2018)
In 2024 we will be debating the concept of archiving and its diverse forms and perspectives, in the exhibition series “The Archive. About collecting and being collected.”
We are very pleased to open the series with the exhibition Black Water by the Hamburg artist Klaus Stoldt.
The works presented come from his creative phases in the first decade of the 2000s. These are characterized by the unsettling period of political upheaval after the attack on the World Trade Center was experienced and a world power vehemently acted militarily to defend its position.
During this phase of his artistic working life, Klaus Stoldt developed a series, which he gave the title “Gescheiterte Technik” (Failed Technology). This had its origins in a revision of a work from the 1990s, which is still part of the series “Gefrierbrüche” (Freeze-Fractures). Here Stoldt already dealt with technology, its form and effects. However, here he referred more to formal aspects. Even though world politics always moved the artist and his work, it was only in the later series of works “Gescheiterte Technik” and most recently in the “Vertuschungen” (Cover-ups) that his artistic expression developed into an unmistakably political one.
The exhibition Black Water attempts to reconstruct a possible exhibition idea, do it justice and transfer it to hinterconti. In addition, it also provides fragmentary insights into the life of the Hamburg artist. Stoldt was a visitor of hinterconti during his lifetime and toyed with the idea of exhibiting there. In intensive collaboration with his wife Erika Stoldt, we first viewed the artist’s oeuvre in their shared house in order to then make a selection of works. Due to the artist’s impressive life’s work and the limited space at hinterconti, this was not an easy choice for us. The cornerstone for this was the question: “What do you think: Which works would Klaus want to exhibit at hinterconti?”
Opening:
Thursday, April 11, 2024 from 6:00 p.m
Guest: Erika Stoldt
Exhibition open:
Friday April 12, 2024
Saturday April 13th, 2024
Sunday April 14, 2024
each 3:00 p.m. – 7:00 p.m
Curation: Judith Hofer
Concept: Dörte Habighorst
Layout: Angela Gerlach
(photos: Doerte Habighorst & Erika Stoldt)
hinterconti e.V. program 2024 was founded by
Behörde für Kultur und Medien Hamburg























































































































































































Das Archiv. Vom Sammeln und aufgesammelt werden. Teil 2: Liv Pedersen // EBENEN // 18. – 21.04.2024
Foto: Liv Pedersen
Das Archiv. Vom Sammeln und aufgesammelt werden.
Teil 2
EBENEN
Liv Pedersen (*1986)
Mit EBENEN wird ein poetischer Raum geschaffen, in dem in Installationen und dreidimensionalen Wandbildern das Material ein Eigenleben führt. In einer materiellen Welt wie dieser, in der uns Dinge wie selbstverständlich umgeben, eröffnet die Ausstellung einen fantasievollen und liebevollen Blick auf Material.
EBENEN möchte die Neugier wecken. Durch fragile Anordnungen gehen Betonestrich, Gaze, Draht, Pflanzenteile, Zwirn, unterstützt durch die Mittel der Zeichnung sowie den Einsatz von Sound, vielseitige Verbindungen ein. Die Ausstellung lädt dazu ein, diese in den konzentrierten und vielschichtigen Arbeiten von Liv Pedersen zu ergründen.
Die Arbeit von Liv Pedersen (*1986) ist geprägt von der Untersuchung ihres Formenrepertoires. Mittels verschiedenster Materialien sowie selbst geschaffener räumlicher Situationen nähert sie sich ihrer Formensprache immer wieder auf neue Weise an. Die fragilen Materialarrangements, die sie in ihren Arbeiten kreiert, präsentiert die Künstlerin unter anderem in eigenhändig gebauten Objektrahmen und Vitrinen. Sie rahmen „das Geschehen“ ein. Das Beobachten vom Verhalten des Materials zueinander und zum Raum ist wesentlicher Teil der künstlerischen Auseinandersetzung.
www.livpedersen.de
Instagram: @_livpedersen_
Vernissage:
Donnerstag, 18.04.2024 ab 19:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Freitag 19.04.2024 / 17-20 Uhr
Samstag 20.04.2024 / 15-19 Uhr
Sonntag 21.04.2024 / 15-18 Uhr
Artist Talk:
Sonntag 21.04.2024 / 16:30 Uhr
mit Liv Pedersen und Christiane Opitz (Kulturwissenschaftlerin)
Kuration: Judith Hofer
Konzept: Dörte Habighorst
EN
Das Archiv. Vom Sammeln und aufgesammelt werden.
Part 2
EBENEN
Liv Pedersen (*1986)
EBENEN creates a poetic space in which the material takes on a life of its own in installations and three-dimensional murals. In a material world like this, in which things surround us as a matter of course, the exhibition opens up an imaginative and loving view of material.
EBENEN aims to arouse curiosity. Through fragile arrangements, concrete screed, gauze, wire, plant parts and twine, supported by the means of drawing and the use of sound, enter into multifaceted connections. The exhibition invites visitors to explore these in Liv Pedersen’s concentrated and multi-layered works.
The work of Liv Pedersen (*1986) is characterized by the investigation of her repertoire of forms. Using a wide variety of materials and self-created spatial situations, she constantly approaches her formal language in new ways. The artist presents the fragile material arrangements that she creates in her works in object frames and display cases that she has built herself. They frame „the event“. Observing the behavior of the material in relation to each other and to the space is an essential part of the artistic exploration.
www.livpedersen.de
Instagram: @_livpedersen_
Vernissage:
Thursday, 18.04.2024 ab 7pm
open:
Friday 19.04.2024 / 5-8pm
Saturday 20.04.2024 / 3-7pm
Sunday 21.04.2024 / 3-6pm
artist talk:
Sunday 21.04.2024 / 4:30pm
with Liv Pedersen and Christiane Opitz (cultural scientist)
curation: Judith Hofer
concept: Dörte Habighorst
the project EBENEN was founded by
program 2024 of hinterconti e.V. was founded by