Eröffnung: Donnerstag, 25. April 2024 ab 19 Uhr
Freitag–Sonntag 15–20 Uhr
Montag 10–12 Uhr
Fäden zieht das Kaugummi, das ich unter
den Tisch geklebt und zu schnell vergessen
habe, jetzt von meinem Hosenbein.
Fäden zieht die Brombeerranke, die ich auf
dem schnellsten Weg zur Bushaltestelle übersehen
habe, jetzt aus meinem pinken Seidenschal.
Fäden zieht die kleine Spinne, die ihr Netz
im Hauseingang nicht mehr ständig
erneuern will, jetzt hell erleuchtet unter der Straßenlaterne.
Fäden ziehen Despoina Pagiota und Helena Geisler
für ihre Ausstellung im Hinterconti beim Zeichnen von Bildern,
Verbinden von Buchseiten und zum Befestigen von Büchern im Regal.
Despoina Pagiota und Helena Geisler ziehen
die Fäden zwischen den Spuren der Bewegung
im Raum und dem bewegten Raum im Buch.

Regal, das, eine Konstruktion aus Brettern. Ins Regal stellen, legen. Etwas aus dem Regal nehmen. Dinge ordnen, aufbewahren, ablegen, weil da noch Platz ist, Unordnung. Ein Foto von Simons Regal als Ausgangspunkt der Ausstellung: sein Archiv der Dinge, die vielleicht nochmal gebraucht werden. Formen, Farben, Funktionen, alles ähnlich groß. Größe als Bedeutungsrahmen. Dazu das sehr große Foto von Leonies Schuppen, Maßstab eins zu eins, spontan zusammengebaut aus gesammelten Materialien, Holztüren, Fenstern, Balken. Drei Wände, offen wie eine Bühne, Weltkulturerbe, Bauwagenplatz Lüneburg, schräges Dach aus gewelltem Plexi, geil. Was da drin ist, wird das noch gebraucht? Fach, Bücherbord, Wandbrett, Warengestell, Riege (nie gehört), fürstlich, königlich, aha, haha. Das Regal als Ausstellung. Die Ausstellung als Regal.
Eine Ausstellung von Stefan Canham, und Simon Starke stellt noch was dazu.
Eröffnung:
Freitag, 3.5.2024 ab 19:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Samstag, 4.5.2024, 15–19 Uhr
Sonntag, 5.5.2024, 15–19 Uhr
Instagram: @stefancanhamprints
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
hinterconti e.V. // Balduinstraße 24 // 20359 Hamburg

Mit EBENEN wird ein poetischer Raum geschaffen, in dem in Installationen und dreidimensionalen Wandbildern das Material ein Eigenleben führt. In einer materiellen Welt wie dieser, in der uns Dinge wie selbstverständlich umgeben, eröffnet die Ausstellung einen fantasievollen und liebevollen Blick auf Material.
EBENEN möchte die Neugier wecken. Durch fragile Anordnungen gehen Betonestrich, Gaze, Draht, Pflanzenteile, Zwirn, unterstützt durch die Mittel der Zeichnung sowie den Einsatz von Sound, vielseitige Verbindungen ein. Die Ausstellung lädt dazu ein, diese in den konzentrierten und vielschichtigen Arbeiten von Liv Pedersen zu ergründen.
Die Arbeit von Liv Pedersen (*1986) ist geprägt von der Untersuchung ihres Formenrepertoires. Mittels verschiedenster Materialien sowie selbst geschaffener räumlicher Situationen nähert sie sich ihrer Formensprache immer wieder auf neue Weise an. Die fragilen Materialarrangements, die sie in ihren Arbeiten kreiert, präsentiert die Künstlerin unter anderem in eigenhändig gebauten Objektrahmen und Vitrinen. Sie rahmen „das Geschehen“ ein. Das Beobachten vom Verhalten des Materials zueinander und zum Raum ist wesentlicher Teil der künstlerischen Auseinandersetzung.
Instagram: @_livpedersen_
Vernissage:
Donnerstag, 18.04.2024 ab 19:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Freitag 19.04.2024 / 17-20 Uhr
Samstag 20.04.2024 / 15-19 Uhr
Sonntag 21.04.2024 / 15-18 Uhr
Artist Talk:
Sonntag 21.04.2024 / 16:30 Uhr
mit Liv Pedersen und Christiane Opitz (Kulturwissenschaftlerin)
Kuration: Judith Hofer
Konzept: Dörte Habighorst
EN
EBENEN creates a poetic space in which the material takes on a life of its own in installations and three-dimensional murals. In a material world like this, in which things surround us as a matter of course, the exhibition opens up an imaginative and loving view of material.
EBENEN aims to arouse curiosity. Through fragile arrangements, concrete screed, gauze, wire, plant parts and twine, supported by the means of drawing and the use of sound, enter into multifaceted connections. The exhibition invites visitors to explore these in Liv Pedersen’s concentrated and multi-layered works.
The work of Liv Pedersen (*1986) is characterized by the investigation of her repertoire of forms. Using a wide variety of materials and self-created spatial situations, she constantly approaches her formal language in new ways. The artist presents the fragile material arrangements that she creates in her works in object frames and display cases that she has built herself. They frame „the event“. Observing the behavior of the material in relation to each other and to the space is an essential part of the artistic exploration.
Instagram: @_livpedersen_
Vernissage:
Thursday, 18.04.2024 ab 7pm
open:
Friday 19.04.2024 / 5-8pm
Saturday 20.04.2024 / 3-7pm
Sunday 21.04.2024 / 3-6pm
artist talk:
Sunday 21.04.2024 / 4:30pm
with Liv Pedersen and Christiane Opitz (cultural scientist)
curation: Judith Hofer
concept: Dörte Habighorst


Das Archiv. Vom Sammeln und aufgesammelt werden.
Teil I
Black Water
Klaus Stoldt (1931-2018)
Im Jahr 2024 verhandeln wir in der Ausstellungsreihe „Das Archiv. Vom sammeln und aufgesammelt werden.“ den Archivbegriff und dessen vielfältige Formen und Betrachtungsweisen.
Wir freuen uns sehr darüber die Reihe mit der Ausstellung Black Water des Hamburger Künstlers Klaus Stoldt zu eröffnen.
Die präsentierten Arbeiten stammen aus seinen Schaffensphasen aus der ersten Dekade der 2000er Jahren. Diese sind geprägt von aufwühlenden Zeiten des politischen Umbruchs, nachdem der Anschlag auf das World Trade Center erfahren wurde und eine Weltmacht vehement militärisch auftritt um ihren Rang zu verteidigen.
Klaus Stoldt entwickelt während dieser Phase seines künstlerischen Arbeitslebens eine Serie, der er den Titel „Gescheiterte Technik“ gibt. Diese fand ihren Ursprung in einer Überarbeitung eines Werks aus den 1990er Jahren, welches noch zu der Reihe „Gefrierbrüche“ zählt. Hier setzte sich Stoldt in seiner Malerei bereits mit Technik, deren Form und Auswirkungen auseinander. Jedoch bezog er sich hier noch mehr auf deren formalen Aspekte. Auch wenn die Weltpolitik den Künstler und seine Arbeit stets bewegte, so entwickelte sich sein künstlerischer Ausdruck erst in den späteren Werkreihen „Gescheiterte Technik“ und zuletzt in den „Vertuschungen“, zu einem unübersehbar politischen.
Die Ausstellung Black Water versucht eine mögliche Ausstellungsidee nachzukonstruieren, ihr gerecht zu werden und ins hinterconti zu übertragen. Darüber hinaus gewährt sie auch fragmentarische Einblicke in das Leben des Hamburger Künstlers. Stoldt war zu Lebzeiten ein Besucher des hinterconti und spielte mit dem Gedanken dort einmal auszustellen. In intensiver Zusammenarbeit mit seiner Frau Erika Stoldt, sichteten wir zunächst das Oeuvre des Künstlers in ihrem gemeinsamen Haus, um daraufhin eine Auswahl an Arbeiten zu treffen. Aufgrund des beeindruckenden Lebenswerks des Künstlers und den begrenzten Räumlichkeiten des hintercontis, fiel uns dies nicht leicht. Grundstein hierfür war die Frage: „Was denkst Du: Welche Bilder wollte Klaus im hinterconti ausstellen?“.
Vernissage:
Donnerstag, 11.04.2024 ab 18:00 Uhr
Zu Gast: Erika Stoldt
Öffnungszeiten:
Freitag 12.04.2024
Samstag 13.04.2024
Sonntag 14.04.2024
jeweils 15:00 – 19:00 Uhr
Kuration: Judith Hofer
Konzept: Dörte Habighorst
Layout: Angela Gerlach
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Das Archiv. Vom Sammeln und aufgesammelt werden.
Part I
Black Water
Klaus Stoldt (1931-2018)
In 2024 we will be debating the concept of archiving and its diverse forms and perspectives, in the exhibition series “The Archive. About collecting and being collected.”
We are very pleased to open the series with the exhibition Black Water by the Hamburg artist Klaus Stoldt.
The works presented come from his creative phases in the first decade of the 2000s. These are characterized by the unsettling period of political upheaval after the attack on the World Trade Center was experienced and a world power vehemently acted militarily to defend its position.
During this phase of his artistic working life, Klaus Stoldt developed a series, which he gave the title “Gescheiterte Technik” (Failed Technology). This had its origins in a revision of a work from the 1990s, which is still part of the series “Gefrierbrüche” (Freeze-Fractures). Here Stoldt already dealt with technology, its form and effects. However, here he referred more to formal aspects. Even though world politics always moved the artist and his work, it was only in the later series of works “Gescheiterte Technik” and most recently in the “Vertuschungen” (Cover-ups) that his artistic expression developed into an unmistakably political one.
The exhibition Black Water attempts to reconstruct a possible exhibition idea, do it justice and transfer it to hinterconti. In addition, it also provides fragmentary insights into the life of the Hamburg artist. Stoldt was a visitor of hinterconti during his lifetime and toyed with the idea of exhibiting there. In intensive collaboration with his wife Erika Stoldt, we first viewed the artist’s oeuvre in their shared house in order to then make a selection of works. Due to the artist’s impressive life’s work and the limited space at hinterconti, this was not an easy choice for us. The cornerstone for this was the question: “What do you think: Which works would Klaus want to exhibit at hinterconti?”
Opening:
Thursday, April 11, 2024 from 6:00 p.m
Guest: Erika Stoldt
Exhibition open:
Friday April 12, 2024
Saturday April 13th, 2024
Sunday April 14, 2024
each 3:00 p.m. – 7:00 p.m
Curation: Judith Hofer
Concept: Dörte Habighorst
Layout: Angela Gerlach
mit Morten Bencke, Rolf Graf, Elisabeth Kiss, Andreas Kressig, Dirk Meinzer, Celine Peruzzo und Peter StoffelBODY&SOUL, Ceramics, zeigt Werke von Künstlern, die zusammen im Herbst 2023 auf Korfu gearbeitet haben. Eingeladen vom Künstlerkollektiv und Kunstraum aus Genf, BODY&SOUL, sollten die vornehmlich malerisch tätigenden Künstler.innen sich mit der Töpferei beschäftigen. So sollte die Farbe mit dem Träger verbunden werden, die Seele mit dem Körper. „Soul your Body!“, was auch nach Entspannung und Entschleunigung denken lässt, an Spiritualität und Sensibilität, aber auch an Schopenhauer und Schwarzenegger. Die ausgestellten Werke sehen nicht so aus, aber auch nicht wie ihr Gegenteil. BODY&SOUL organisiert seit 2015 über 30 Ausstellungen zu Malerei, immer mehr im Kollektiv und gemeinsam, 2021 Ausstellung im Supermarket, Stockholm, 2022 kollektiver Zeichnungsworkshop und Buchveröffentlichung in der edition Ripopée, 2023 Ausstellung unter anderem in der Galerie Melike Billir in Hamburg.http://www.bodyandsoul.one/instagram: @bodyandsoul_genevaERÖFFNUNG: Freitag, 1.3.24 ab 18hÖFFNUNGSZEITEN: Samstag 2.3., 15-20h / Sonntag 3.3., 15-18hMit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburghinterconti e.V. // Balduinstraße 24 // 20359 Hamburg
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht (rechts: Elisabeth Kiss)
Morten Bencke
Dirk Meinzer
Celine Peruzzo
Peter Stoffel
Rolf Graf
Andreas Kressig
Andreas Kressig (Teezeremonie)
Peter Stoffel (rechts), Morten Bencke (oben)
for English see below
Die Ausstellung „Medeas Töchter. Die Ewigkeit ist eine Lüge“ ermöglicht eine neue, unkonventionelle Lesart des Medea-Mythos aus der Antike. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken zeitgenössischer georgischer Künstlerinnen sowie künstlerische Positionen aus Deutschland, die den weiblichen Blick in den Mittelpunkt stellen und die umstrittene Medea von unterschiedliche Perspektiven: als verratene Frau, die Liebende, als Mörderin, Zauberin und Heilerin analysieren. Anders als in der antiken griechischen Tragödie von Euripides wird Medea in der georgischen Folklore und mündlichen Überlieferung als Personifizierung mütterlicher Weiblichkeit, als Fürsorgerin und Heilerin gesehen, die mit magischen Kräften aus der Natur ausgestattet ist. Georgien, heute ein geopolitisch recht unbedeutendes Land an der Peripherie Europas und Asiens, ist zufälligerweise die Wiege der europäischen Zivilisation, ein Land, das für seine Weinbau berühmt ist, an der Kreuzung antiker Handelsrouten liegt und die Sage nach über reiche natürliche Quellen wie Gold und Silber verfügte, auf deren Suche Jason und seine Mannschaft in das ehemalige Königreich Kolchis (heute West-Georgien) segelten, um den mythischen Schatz – das Goldene Vlies – zu erlangen.
Jetzt, Jahrhunderte später, als das Gold und die mythischen Königreiche längst verschwunden sind, bleibt die Frage: Welche Bedeutung hat das archetypische Bild der Medea für uns heute? Georgischen Frauen sind von all den wirtschaftlichen, sozialen, politischen und militärischen Krisen, die sich seit dem Fall der Berliner Mauer im so genannten ehemaligen Osten ereignet haben, stark betroffen. Die Idee, die Schicksale der Frauen im heutigen Georgien hier und heute zu rekapitulieren und visuell zu analysieren, erscheint daher mehr als angebracht. „Medeas Töchter“ verweist metaphorisch auf Frauen in der Kunst in historischer Perspektive aller Epochen. Jede der ausgewählten künstlerischen Positionen hat eine andere Vision und ein anderes Verständnis des Mythos und seiner Protagonistinnen.
Teilnehmende Künstlerinnen:
Ia Arsenishvili
Mzekala (MZE) Berzenishvili
Andro Dadiani
Elza Javakhishvili
Nato Sirbiladze
Leila Shelia
Sopo Tabatadze
Teona Paichadze
Khatuna Jibladze
Nino Zirakashvili
Stephanie Haller
The exhibition „Medea’s Daughters. Eternity Is a Lie“ allows for a new unconventional reading of the Medea myth dating back to antiquity. Showing a selection of artworks by contemporary Georgian women artists together with artistic positions from Germany that offer the female gaze perspective, this exhibition analyses controversial Medea as a betrayed woman, a lover, a murderer, a sorceress and a healer. Unlike the ancient Greek tragedy by Euripides Georgian folklore and oral tradition sees Medea as a personification of motherly femininity, carer and healer vested with magic powers coming from nature. Georgia, now geo-politically quite an insignificant country on the periphery of Europe and Asia happens to be the cradle of European civilization, a country famous for its wine-making traditions, on the cross-roads of ancient trade routs and vested with rich natural sources like gold and silver, in search of which Jason and his crew sailed off to the former Kingdom of Colchis (now Western Georgia) to obtain the mythic treasure – the golden fleece.
Now, centuries after when the gold and the mythic kingdoms are long gone the question still remains: What relevance does Medea’s archetypal image have for us today? Georgian women have been severely affected by all the economic, social, political and military crises that have been happening in the so-called former East since the fall of the Berlin Wall. So the idea to recapitulate and visually analyze the fates of women in contemporary Georgia here and now seems more than relevant. „Medea’s Daughters“ metaphorically refers to women in arts in historical perspective of all epochs. Each of the selected artistic positions has a different vision and understanding of the myth and its protagonists.
Participating artists:
Ia Arsenishvili
Mzekala (MZE) Berzenishvili
Andro Dadiani
Elza Javakhishvili
Nato Sirbiladze
Leila Shelia
Sopo Tabatadze
Teona Paichadze
Khatuna Jibladze
Nino Zirakashvili
Stephanie Haller
THE DIRTY BODY OF WORK OF LASSE LÅNGSTRÖM
An exhibition curated by Don Potter (united radical service tops)
26-28.01.2024
hinterconti
Balduinstrasse 24
Hamburg
Lasse Långström is a film director and artist with a punk based approach to film production. Collaborating with friends in the making of anarchist musicals and awareness raising homoeroticism. In their movies the audience is invited to queer fairytales, brimming with politics, erotics and death, told by a polyphonic collective.
In this retrospectacle you will see a dirty body of work spanning over more then ten years.
Fisting Friday 4 Future – Jan 26th 8pm VERNISSAGE
Filmscreenings, Artist talk 8pm with Gitte Schmitz & Lasse Långström
Saturday – Jan 27th 2pm-7pm
Filmscreenings and free tarot readings with The Divine High Priestesses of the Anarko-Spiritualist Homo-Sex Coven of Precarious Avantgarde Artists
on how to stop breeding and desperately performing radical-individualistic self care to function in late capitalism and start becoming a transexual precarious artist devoting your life to the impossible anarchist utopia.
Sunday – Jan 28th 2pm-7pm
Filmscreenings and mingling
All weekend screenings of:
Ymn 2020, 2 min
Vreden, 5 min, 2020,
Robert Frank, 2013, 6 min
Sing along against sweden 5 min
Gråt allians av vårt hat 2010, 5 min,
Folkbildningsterror, 2014, 120 min, musikal
Who will fuck daddy? 2017, 65 min,
ANTIFA FAGGOTS, 2020, 25 min, porn
The lesbian alien darkroom fisting operetta on Venus, 10 min, 2023, porn
With the kind support of the Authority for Culture and Media, Hamburg
Im Oktober 2022 feierten Boy Division auf Kampnagel ihren 25sten Geburtstag.
Die ürsprünglich als (Cover)Band gegründete Formation ist nach all den
Jahren auch in vielen anderen Bereichen fernab des Musizierens unterwegs:
Quizabende, Performances, Mitwirken in (Youtube)Serien, ganze eigene Theaterstücke
oder auch der alljährliche B O Y Fernsehgarten gehören zum umfassenden Repertoire.
Kommen Sie ins Hinterconti, um die bisher nur an am Abend der Boy Division Geburtstagsfeier
auf Kampnagel gezeigten Ausstellung mit Bildern, Videos, Memorabilia, Postern, Flyern
und diversen anderen Artefakten aus nun über 26 Jahren Boy Division zu sehen, zu hören, zu fühlen….
Außerdem: Recording Service. Was es damit auf sich hat, ist vor Ort zu erfahren.
https://www.instagram.com/boy_division_germany/
Basement Bash: Hools of Fashion Secret Late Night Shop
https://www.instagram.com/hoolsoffashions/
Vernissage:
Freitag, 19.01.2024, 19 Uhr
Ausstellung:
20.-21.01.2024
Sa. 17 – 21 Uhr
So. 16 – 19 Uhr
hinterconti e.V.
Balduinstraße 24
2039 Hamburg
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
BOY DIVISION:
HOOLS OF FASIONS:
DIE ERÖFFNUNG AM 31.12 FINDET IM PRIVATEN RAHMEN STATT. WIR FREUEN UNS EUCH BEI DER FINISSAGE AM DONNERSTAG DEN 4TEN JANUAR VON 18-21UHR ZU TREFFEN UM MIT EUCH AUF DAS NEUE JAHR ANZUSTOSSEN. GUTEN RUTSCH! DAS HINTERCONTI TEAM
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde Für Kultur und Medien, Hamburg
Ausstellungsansicht (von links nach rechts: Peter Boué, Judith Delgado, Veronika Gabel, Stefan Mildenberger)
Ausstellungsansicht (von links nach rechts: Peter Boué, Veronika Gabel, Peter Boué, Judith Delgado)
Peter Boué (links), Veronika Gabel (rechts)
Peter Boué (links), Judith Delgado (rechts)
Veronika Gabel (links), Stefan Mildenberger (rechts)
Dörte Habighorst (Screenshot aus „Radioinsel“)
Dörte Habighorst (Screenshot aus „Radioinsel“)
KOMPOST´23: Samstag 16.12.2023 ab 17h
Peter Boué, Veronika Gabel, Dörte Habighorst, Judith Delgado, Alex Hojenski
Stefan Mildenberger, Dos Pfeil, ANna Tautfest
Programm
17:00h Lesung (Dos Pfeil)
17:30h Performance (Dörte Habighorst)
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
„Traum und Essen“
Der Körper als Durchlauf-Apparat: ein lebender Kompostierer von Ereignissen und Speisen. Der Traum spielt unsere Erlebnisse und Gedanken in einem Modus ab, dessen Kombinatorik uns im Verborgenen bleibt. Die Logik, nach der sie sich durchdringen, können wir nicht verstehen. Wir können nur den Output verfolgen und Fäden in unsere Wach-Realität knüpfen. Die Speisen, die wir zu uns nehmen wiederum haben schon eine
bewusste Kombinatorik nach Geschmackskriterien durchlaufen: Zutaten wurden ausgewählt, geschält, zerstückelt, gegart… Das Kompostieren der Reste zeigt den Prozess der Verinnerlichung im Außen. Verdauung, Kompostieren und Träumen sind Prozesse der Verarbeitung, die Sungeun Claire Choi und ANna Tautfest in der Ausstellung miteinander verbinden. Der künstlerische Produktionsprozess fügt eine weitere Komponente des Verbindens und Zersetzen hinzu. Den unverständlichen oder unsichtbaren Einschreibungen entsprechen hier die Algorithmen Künstlicher Intelligenz, die in die Bildgebung eingreifen. Das ziehen von Fäden wiederum bringt die flüchtigen Traumbilder in Teppichen zusammen. Den Einverleibungsprozess fügen wir im Raum live hinzu. Die Zutaten werden mit handgeschnitzten Holzlöffeln von Markus Hüppauf kredenzt.

Exhibition & Live Performance // Nicolás Vignolo & Jeremy Zvirgolin // UNDONE // 17,18,19
NOV
Fri/Sat 7-10pm
Sunday: 4-7pm
hinterconti e.V.
Balduinstraße 24
20359 Hamburg
Throughout history, politeness has been essential to be regarded as a civilized person, but in recent times, we have begun to question its authenticity.“ We explore the intricacies of it, the emergence of individualism, and the constant pressure to wear a mask. In a world governed by functionalism and societal expectations, we navigate the profound emotional impact of concealing our true feelings.
Our exhibit invites you to observe with a sensitive eye, transcending the confines of the traditional narrative. We invite you to delve into the uncharted depths of hidden emotions and the silent language of postural responses to the ever-shifting landscape of our mental and emotional states.
Sometimes, it’s essential to take a step back and acknowledge that life demands leaving things ‚UNDONE.‘ How do we manage when we experience the loss grief, of a loved one and/or oneself emotionally around our personality structure.
Join us in this journey of authenticity and self-awareness, as we challenge the societal pressure to conform. Discover the power of embracing your true emotions and taking time for yourself. Let’s question whether the path to a healthier society lies in being true to our feelings.“
mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg
GAP THE MIND !
Nir Alon, Thomas Fleischhauer und Claus Sautter zu Gast im HINTERCONTI, Hamburg, 10.-12.11. 23
Eröffnung Freitag, 10. Nov. 2023 19:00 Uhr
Geöffnet Sa. 11. – So 12. Nov. 2023 16-19 Uhr
Als Lücke versteht man gewöhnlich eine Stelle, an der etwas fehlt, das dort sein sollte.
Das kann bedrohlich sein. MIND THE GAP – ein Spalt – vielleicht ein Abgrund. Man ist besorgt über Sicherheits- oder Versorgungslücken. Peinlich berührt von Bildungs- oder Erinnerungslücken.
Doch neue Häuser baut man in Baulücken, Autos brauchen Parklücken. Lücken können auch lebenswichtige Nischen sein, Biotope subversiver Veränderung, Resonanzräume, Fluchtmöglichkeiten.
Lückenlose Überwachung und Kontrolle, so sinnvoll sie in technischen Abläufen sein mögen, werden im zwischenmenschlichen Bereich leicht zum Alptraum. Demokratie und Menschenrechte verlangen daher, um Lücken im System zu kämpfen.
Und in der Kunst geht es sowieso immer um Lücken als Orte des Anderen und als Räume des Zwischen. Daher sagen wir: Lob der Lücke, GAP THE MIND.
Ausstellungsansicht 1 (Nir Alon, Installation The other One ( Small Steps), Claus Sautter, Huang Shan, Foto in Holzrahmen, further.later., Tokonoma 1 und 2, Murasaki 1und 2, alle Pigment, Leinöl, Bienenwachs auf Holz, alle 2023
Nir Alon, The Other One (Small Steps) Details
Nir Alon, ONE OF US, Graphit und Letraset auf Holz
Claus Sautter, Huang Shan, Foto in Holzrahmen (Prints: Butzlab, Rahmen: Nils Knott)
Claus Sautter, further. later.
Claus Sautter, Minamoto, Sakura-Shinkansen, Pigment, Leinöl, Bienenwachs auf Holz
Ausstellungsansicht, Alon, Sautter
Thomas Fleischhauer, Noise not defined, Foto-Grafik, T. F. performte während der Ausstellung eigens zu diesem Anlass komponierte Musik
Thomas Fleischhauer, CD aus dem zur Ausstellung erschienenen Katalog
Claus Sautter ( im Keller) Crystal (für Per Kirkeby), Pigment, Leinöl, Bienenwachs auf Holz
Stefan Mildenberger
Vernissage: Friday, November 3rd 2023, 7 pm
Exhibition: 04.11-05.11.2023, 2-7 pm
hinterconti e.V.
Balduinstraße 24
20359 Hamburg
Entschleunigung, Verlangsamung, Zeitlupe und Stillstand sind Begriffe mit denen Mildenberger in der Ausstellung FROZEN DIGITALIA in Bezug zu digitalen Bilderwelten operiert. Eine Fülle an unzählbar gewordenen Bildern peitscht in rasanter Geschwindigkeit tagtäglich von Screen zu Screen durch das Internet. Rankings und Algorithmen in der Mehrheit von weißen Cis-Männern erstellt, beeinflussen deren Auswahl und somit auch Meinungen, Ideale und Urteile der User. Zugeschnitten auf die eigenen Interessen beschränken die ausgewählten Bilder den eigenen Horizont. Andere Sichtweisen und Kulturen versinken im Sumpf der narzisstischen Digitalisierung.
Deceleration, slowing down, slow motion and standstill are terms with which Mildenberger operates in the exhibition FROZEN DIGITALIA in relation to digital worlds of images. Every day masses of uncountable images move in a rapid speed from screen to screen through the Internet. Rankings and algorithms created by the majority of white cis men manipulate the selection of pictures and therefore also the opinions, ideals and judgments of their users. Adjusted to your own interests, the selected images limit your own horizons. Other perspectives and cultures are sinking into the swamp of narcissistic digitalization.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Behörde für Kultur und Medien (BKM) der Freien- und Hansestadt Hamburg
FROZEN INSTAGRAM (12 most-viewed Instagram reels of all time + Special mention)
2023
13 handmade scans
Sculptures, C-prints in resin, 24cm x 17cm x 0,75cm
Performancevideo, HD, Farbe, 16:9, Stereo, 4 min 31 sec
Installation view, hinterconti, Hamburg
FROZEN INSTAGRAM (12 most-viewed Instagram reels of all time + Special mention)
2023
Installation view, hinterconti, Hamburg
FROZEN INSTAGRAM (12 most-viewed Instagram reels of all time + Special mention)
2023
Videoaninanimation, HD, Farbe, 16:9, 5 min 54 sec
FROZEN INSTAGRAM (12 most-viewed Instagram reels of all time + Special mention)
2023
Performancevideo, HD, Farbe, 16:9, Stereo, 4 min 31 sec
2023
13 handgemachte Scans
Skulpturen, C-Prints in Epoxidharz gegossen, 24 x 17 x 0,75cm
Performancevideo, HD, Farbe, 16:9, Stereo, 4 min 31 sec
Videoaninanimation, HD, Farbe, 16:9, 5 min 54 sec
Das Augansmaterial der Werkgruppe FROZEN INSTAGRAM sind die Videos des Archivs 12 most-viewed Instagram reels of all time + Special mention aus dem Jahr 2023, welches in den sozialen Netzwerken kursiert. Während einer Performance wird jedes Video mit einem mobilen Hand-Scanner eingescannt.
Die somit entstandenen 13 handgemachten Scans wurden auf Fotopapier belichtet und eine Silikon-Form des eingescannten Smartphones in UV-beständiges Epoxidharz gegossen. Desweiteren werden die 13 eingefrorenen Bewegtbilder in einer Videoanimation nacheinander gezeigt.
13 handmade scans
Sculptures, C-prints in resin, 24cm x 17cm x 0,75cm
Performancevideo, HD, Farbe, 16:9, Stereo, 4 min 31 sec
Videoaninanimation, HD, Farbe, 16:9, 5 min 54 sec
The used material of the work group FROZEN INSTAGRAM are the videos from the archive 12 most-viewed Instagram reels of all time + Special mention from 2023, which is circulating in social networks. During a performance, each video is scanned with a mobile hand-held scanner.
The resulting 13 handmade scans were exposed on photo paper and cast in UV-resistant epoxy resin in a silicone mold of the scanned smartphone. Furthermore, the 13 frozen moving images are shown one after the other in a video animation.
FROZEN INSTAGRAM #01 (Learn from Khaby)
FROZEN INSTAGRAM #02 (Not all kids are fun)
FROZEN INSTAGRAM #03 (Blink & Express by Shivanjali Porje)
FROZEN INSTAGRAM #04 (Learn from Khaby Lame)
FROZEN INSTAGRAM #05 (I had the impression the fish was still alive)
FROZEN INSTAGRAM #06 (iamzalatanimrahimovic by Khaby Lame)
FROZEN INSTAGRAM #07 (One word – Happiness)
FROZEN INSTAGRAM #08 (Who said 3 blind mice can’t #glitch by Aubrey Fisher)
FROZEN INSTAGRAM #09 (LOL! Open the door this way)
FROZEN INSTAGRAM #10 (GTA with dog by krishhhhnna)
FROZEN INSTAGRAM #11(Batman-maintenance-team)
FROZEN INSTAGRAM #12 (‘Runaway Aurora’ with dog)
FROZEN INSTAGRAM #13 (Me gusta la Pepsi servida con precisión)
© Stefan Mildenberger / VG Bildkunst

Elena Getzieh // Wald // 6.- 8.10.2023, Zeichnungen & Fotografien.
Eine Dekade repititiven sich in den Wald begebens.
Eine Bestandsaufnahme des sich Finden und Verlieren in inneren und äußeren Bildern.
Vernissage: Fr. 06.10.23 ab 19h
Öffnungszeiten
Sa 07.10. 12—18 Uhr
So 08.10. 12—18 Uhr
hinterconti e.V. wird gefördert von der Programmförderung Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Jul Gordon
»Der Frischkäse ist im 1. Stock«
Traumtagebücher sind allgemein bekannt, aber Comictraumtagebücher ein wenig bedientes Genre. Im Halbschlaf an den Zeichentisch taumeln und die erlebten Träume zu Papier bringen, das hat Jul Gordon über einen Zeitraum von fast zwei Jahren für diese Publikation gemacht. Entstanden ist ein Einblick in eine doppelbödige Welt, die sich ebenso entrückt wie intim anfühlt.
Jul Gordon (*1982) hat an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Illustration studiert. Neben zahlreichen Publikationen im Eigenverlag hat sie unter anderem bei 2d Cloud, Colorama sowie dem Mami Verlag publiziert. Ihr neues Buch erschien dieses Jahr bei der Edition Moderne in Kollaboration mit Colorama, wo es im Herbst 2023 in englischer Übersetzung veröffentlicht wird.
Öffnungszeiten
Sa 30.09. 12—18 Uhr
So 01.10. 12—18 Uhr
hinterconti e.V. wird gefördert von der Programmförderung Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Annäherung an das Thema Verletzung, Vergänglichkeit und Verlust mittels textiler, räumlicher Interventionen.
Eröffnung am Freitag, den 1. September um 19 Uhr
Finissage am Sonntag, den 10. September von 18-20 Uhr
Ausstellung geöffnet:
Samstag 02.09. und von 15-19 Uhr
Sonntag 03.09. und von 15-19 Uhr
**verlängerte Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag, 07.09.-08.09.2023 von 18-20 Uhr
Samstag und Sonntag 09.09. und 10.09. von 14-19 Uhr
„An allem ist zu zweifeln“, so lautet der Titel des letzten Albums des Musikkollektivs School Of Zuversicht. Der Zweifel als Möglichkeitsraum um Dinge produktiv neu zu denken ist die eine Seite.
Aber der Zweifel ist auch Stoff für die altbewährte Methode der Zersetzung auf der Ebene der Geheimdienste. Als solche ist er inzwischen in die Sphäre des Alltags hinübergeschwappt. Heute sind Zweifel säende Bots unablässig unterwegs, um noch verbliebene zarte Pflänzchen des Denkens auszudörren und mit Propaganda zu betonieren.
Etwas mit Zweifeln zu belegen, überzeugt durch vermeintliche „Mitwisserschaft“. Zweifel werden dabei ganz einfach umgestülpt und echohaft als Meinung verhandelt. Die „gefakte Mondlandung“, das „Heizungsverbot“ und der „Klimaschwindel“, um nur einige zu nennen, sind für viele attraktiv. Im Gegenteil erscheint es nicht verlockend, ohne Gewissheiten zu leben.
Die Zweifel hervorrufenden Anlässe sind dabei legendär (Potemkinsche Dörfer, Persilscheine, die Zahnfee, Aktion Konfetti) und in der Zivilisation fest verankert. Die Sicherheitsbehörden und Teile der Politik tun das ihrige, um die Liste der (bislang unaufgeklärten) Vorfälle zu verlängern. Mal geht es bei bewusst hervorgerufenen Täuschungen nur um harmlose Kosmetik im Alltag, aber es kamen und kommen auch Menschen zu Schaden, oder werden (mindestens) um ihren Anteil am Kuchen gebracht.
Der Versuch diese Täuschungen zu erkennen, Machtgefüge und Illusionen zu durchdringen, ist notwendig, bisweilen überaus langwierig und immer komplex. Der Austausch darüber ebenso, dazu gibt es Risiken und Gegenwind. Und auch der Elefant im Raum und der grau-schwarze Schwan, sowie ein paar blinde Flecke haben hier ihren Auftritt.
Beim Versuch des Erkennens beginnt der Raum sich nach und nach zu öffnen, schwingt zwischen Zeiten und Orten. Fragil, wie ein flüchtiger Schatten, meldet sich schließlich die eigene Bedingtheit, während Lichtflecken auf ihrem Weg dem Material begegnen, das, umgeben von Geräuschen und Gerüchen, von der Schwerkraft gehalten wird.
CONCRETE GENERATION
Sungeun Claire Choi
Wonek Lee
VERNISSAGE
25. AUGUST 18 UHR
AUSSTELLUNGSDAUER
26. AUGUST 12-18 UHR
27. AUGUST 12-18 UHR
hinterconti
Balduinstraße 24
20359 Hamburg
The densely built high-rise apartment buildings form a mountain range like a mountain range with trees, creating a landscape of Seoul.
The people live in a variety of apartment complexes built their own communities as if they were excluding others, and the rapidly rising apartment prices presented a sense of deprivation to those who do not belong to them. The apartment soon became a symbol of wealth, and large and small conflicts arose throughout society.
The concentration of time in Seoul seemed to be denser than other parts of the country, and in order to live in the fast-paced time, the people of the current generation seemed to harden their emotions like the concrete of an apartment building and make them dull.
This spatial installation, which is composed of objects and videos, shows the generation of the time who live fiercely in a fast-changing time, their feelings of being uncared for, and the adjustments caused by rapid urban development.
@sclairechoi @lwonek
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Preview:
Katharina Kohl: ZWEIFEL
Eröffnung am Freitag, den 1. September um 19 Uhr
Ausstellung Samstag und Sonntag, 2. und 3.9. von 15-19 Uhr
Vernissage: 18.08.2023 18 Uhr
Öffnungszeiten: 19.-20.08.2023 12:00 – 20:00 Uhr
In der klassischen Literatur werden Romane immer wieder neu übersetzt um sich kulturellen Begebenheiten und sprachlichen Änderungen anzupassen. Analog dazu unterlaufen ebenso Erzeugnisse technischer Fertigungsprozesse mit sich stetig ändernden Produktionsmöglichkeiten neue Iterationen der Übersetzung.
In seiner Einzelausstellung „Dreh mal am Herd“ positioniert sich Jaewon Kim in der Rolle des zeitgenössischen Übersetzers. Mittels Interpretation kombiniert er in poetischen Material- und Herstellungsstudien historischer Objekte Vergangenes mit Gegenwärtigem. Dabei geht er nicht chronologisch vor, sondern betrachtet den Moment, in dem manuelle Arbeit maschineller Fertigung weicht. Gusseiserne Zäune, buntes Fensterglas, geschmiedete Hufeisen: Formell bezieht sich Kim auf Referenzobjekte, die dem traditionellen Handwerk aus Europa entspringen. Gemeinsam haben diese Objekte, dass sie dekorativen Zwecken dienen und symbolische Bedeutungen haben. So hängen beispielsweise in manchen ländlichen Gegenden immer noch Hufeisen mit der offenen Seite nach oben als Glücksbringer über Türeingängen.
In seiner Reinterpretation verbindet er vergangene Formsprachen mit gegenwärtigen Materialien und Herstellungstechniken, wie beispielsweise dem 3D-Druck. Seine Skulpturen unterlaufen meist eine zweifache Übersetzung – ausgehend vom Referenzobjekt erstellt er zunächst ein digitales Modell, welches er im nächsten Schritt wieder im physischen Raum materialisiert. Dabei ist nicht nur der Aspekt der technischen Umwandlung relevant, sondern auch die dabei entstehenden ästhetischen Konsequenzen.
So verweist insbesondere der 3D-Druck in seiner Oberflächenstruktur auf seinen Herstellungsprozess. Besonders sichtbar wird dies in seinen Skulpturen „everyday“ und “If the Sun rises from the West”, deren Aluminium-Einfassungen jeweils an geschmiedete Zäune erinnern. Innerhalb der Segmente befinden sich kontrastierende Formen, die wie Fensterglas eingesetzt sind und durch ihre Extrusion deutliche Spuren ihrer Herstellung aufweisen. In ihnen zeigt sich die typisch technisch-sterile Materialästhetik: Die einzelnen Schichten sind mit bloßem Auge sichtbar und betonen die Konstruktion des Objekts.
Allerdings bestehen seine Skulpturen nicht nur aus thermoplastischen Kunststoffen, wie beim 3D-Druck üblich, sondern auch aus Ton. In seiner Skulpturserie „Schritt, Trab, Galopp“ wird dieser mittels 3D-Druck schichtweise aufgetragen. Die Porzellan-Objekte nehmen Hufeisen zur Ausgangsform, erinnern in ihrer Materialität und Farbgebung allerdings vielmehr an Plastik. Das neue Material hat auch Auswirkungen auf die Funktionalität des Objekts und löst es deshalb von seiner ursprünglichen Zweckmäßigkeit. Positioniert sind sowohl Fenster, als auch Hufeisen als dekorative Raumelemente an den Wänden. So verweben sich in Jaewon Kims Arbeit Nostalgie und Humor und werden Teil seiner spielerischen Material- und Formsuche.
Dabei nutzt er immer wieder Momente des Witzes, wie auch im Ausstellungstitel „Dreh mal am Herd“ – einem Palindrom, welches sowohl vorwärts als auch rückwärts gelesen werden kann. In seinen Materialstudien verbindet Jaewon Kim Kultur, Tradition und Handwerk mittels digitaler Technologien zu einer ornamentalen Zusammenführung. Seine Rolle als Übersetzer entspringt persönlichen Beobachtungen, theoretischer Recherche und einer andauernden Beschäftigung mit Materialien und Produktionsprozessen. Mit seiner Arbeit stellt er nicht zuletzt auch Fragen zur Autor*innenschaft im digitalen Zeitalter.
Text: Katrin Krumm
Die Schule der Gegenseitigen Hilfe ist ein Rollen Spiel das von den Künstler:innen Clarinda Mac Low, Natalia Tikhonova und Asia Voldodina kollektiv entwickelt und 2021 in St. Petersburg auf der Art Prospect erstmals mit Besucher:innen gespielt wurde. Der Spielaufbau im hinterconti ist eine abgewandelte Form zum ursprünglichen Raum und bildet wie das Spiel, ein Experiment oder Labor ab.
Das Spiel
Zu Beginn des Spiel definieren die Teilnehmer:innen ihre Rolle. Nachdem die Rollen oder Identitäten für das Spiel entwickelt worden sind, starten die Teilnehmer:innen in ein zweitägiges fiktives Abenteuer, dessen Herausforderung es ist, sich über zwei Nächten und zwei Tagen hinaus gegenseitig Hilfe zu leisten und zu organisieren.
Die Spieldauer beträgt max. 2h.
Die Ausstellung ist während des Spiels für Besucher:innen geöffnet
Die Teilnahme am Spiel ist nur per Anmeldung möglich
Spieltermine:
03.08.2023 ab 18Uhr
04.08.2023 ab 18 Uhr
05.08.2023 ab 16Uhr
Spielleitung: Natalia Tikhonova
Anmeldung bitte an: info@hinterconti.de
w Leonid Kharlamov, Vladimir Seleznev, Natalia Tikhonova and Boris Vogeler
collective paintings, videomontage, sound, game and talk curated by Dörte Habighorst and Peter Boué
dt
Es spielt keine Rolle, in welcher Stadt oder Republik der UdSSR jemand geboren wurde oder aufgewachsen ist – der kulturelle Kontext war ähnlich. Die Kinder gingen in Pionierlager, lasen die gleichen Bücher und sahen die gleichen Zeichentrickfilme. Ein kollektives kulturelles Erbe, das sich noch heute in diesen Gebieten erzählt wird.
Die künstlerische Zusammenarbeit „With a Boomerang in the Head“ von Leonid Kharlamov, Vladimir Seleznev und Boris Vogeler reflektiert aus heutiger Sicht, die Figuren und Charaktere berühmter sowjetischer Cartoons und entfaltet die Helden jener Epoche aus ihren autoritären Linien und ausgrenzenden Narrative, um im nächsten Schritt ihre Bild, Sound und Videoebene zu de-konstruieren und im Heute zu erproben.
Ein Experiment, das von Natalia Tikhonova mit „The School for Mutual Aid“, einem Live-Action-Rollenspiel mit dem Titel „In Muddy Waters“ weitergeführt wird. „The School for Mutual Aid“ setzt sich mit den Methoden der Untergrundarbeit im zeitgenössischen Kontext auseinander – und begegnet der Praxis von Selbsthilfegruppen als ideale Schule für gegenseitige Selbsthilfe von Selbsthilfegruppen.
Unter der Leitung von Natalia Tikhonova werden die Teilnehmer:innen durch das Spiellabyrinth navigiert, das aus einer Reihe von Rätseln und Interaktionen sowie informationellen und spielerischen Komponenten besteht.
Besucher:innen / Interessierte sind herzlich eingeladen sich als Teilnehmer:innen für das Spiel anzumelden (info@hinterconti.de)
en
It doesn´t matter in which city or republic of the USSR a person was born or grew up – the cultural context was similar. Children went to pioneer camps, read the same books and watched the same cartoons. A collective cultural heritage that is still told today in these territories.
The artistic collaboration „With a Boomerang in the Head“ of Leonid Kharlamov, Vladimir Seleznev und Boris Vogeler reflect on yesterdays figures and characters of famous soviet cartoons and experiments their present de-contruction in a image-, sound and videomontage by unfolding their authoritarian lines and exclusionary narratives.
An experiment that gets continued by Natalia Tikhonova with „The School for Mutual Aid“, a live-action role-playing game, titled „In Muddy Waters“. „The School for Mutual Aid“ deals with methods of underground work in a contemporary context – in which the practice of self-help groups becomes the ideal school for mutual self-help for self-help groups.
Under the direction of Natalia Tikhonova, participants are navigated through the game lab, which consists of a series of puzzles and interactions as well as informational and playful components.
Visitors are invited to register as participants in the game (info@hinterconti.de)
Vernissage / opening
Donnerstag 03.08.2023 / Beginn 18Uhr
geöffnet/ open
Freitag 04.08.2023 18-22Uhr
Samstag 05.08.2023 16-20Uhr
Sonntag 06.08.2023 16-20Uhr
Programm / program
The School for Mutual Aid: „In Muddy Waters“ guided by Natalia Tikhonova
Do, 03.08.2023 / Beginn 18Uhr
Fr, 04.08.2023 / Beginn 18Uhr
Sa, 05.08.2023 / Beginn 16Uhr
register for game application: info@hinterconti.de
Talk w Ammar Cuk, (film) sociology UHH
Sonntag 06.08.2023 16Uhr
Finissage
Sonntag 06.08.2023 18-20Uhr
With a Boomerang in the Head is founded by
Ralphs zu Gast im hinterconti zeigt:
Marcus Schüler – Ohne Verbindung keine Differenz
Eröffnung: 14.07.23, 18-22h
15.7. – 23.7.23, immer samstags und sonntags, 15-18h
Ohne Verbindung keine Differenz kann als kooperatives Handeln oder gemeinsames Denken verstanden werden. Feine Unterschiede zu machen scheint grundlegend. Wie werden Verbindungen geschaffen, sodass sich ihre Bestandteile nicht auflösen?
Marcus Schüler promoviert an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) zu den Bewegtbildinstalltionen von Alexander Kluge. Dabei wird unter dem Aspekt der Wahrnehmung von Film im Ausstellungsraum eine neue Dialog- und Erkenntnisform erforscht. Die Analyse folgt der Verzahnung von theoretischer und ästhetischer Praxis und der Behauptung von Kunst als Wissensform.
Ralphs ist ein nomadischer temporärer Projektraum, der seit 2018 besteht.
FOMONO // 30.06.-09.07.2023
Vivian Eckstein
Lakaaysha van Ewijk
Simon Freund
Johannes Hartmann
Aleksandar Jestrović
Tingwei Li
Stefan Mildenberger
Merlin Reichart
Fabian Stenzel
Leon Stoffelen
Vernissage 30.06.23 19:00 Performance 21:00
Finissage 07.07.23 19:00 Performance 21:00
Exhibition 01.07.- 09.07.23 Sa + Sun 14:00-18:00
hinterconti Balduinstraße 24 20359 Hamburg
Soziale Medien und FOMO – die Angst etwas zu verpassen, bedingen einander. Die sogenannte Fear of missing out hält davon ab, mit anderen Menschen zu kommunizieren und das Gegenwärtige zu genießen. Der eigene Blick ist ständig auf das Smartphone gerichtet um etwas anzuschauen, zu liken oder zu posten. Es entwickelt sich das Gefühl nicht mehr hinterher zu kommen. Abgehängt zu werden. Nicht mitzubekommen was andere posten und Geschehnisse zu verpassen an denen man nicht teilhaben kann. Reale Begegnungen mit anderen Menschen gewinnen an Bedeutungslosigkeit im Vergleich zu dem was andere User in der digitalen Scheinwelt tun. Dargestellt in einer Fülle an Beiträgen im Internet.
Die Ausstellung FOMONO versammelt künstlerische Positionen die sich auf das Phänomen FOMO beziehen, sich damit auseinander setzen oder versuchen zu erörtern was zu tun ist um der ´Angst etwas zu verpassen` zu entkommen.
Kuratiert von Stefan Mildenberger.
Social media and FOMO – are mutually dependent. The so-called fear of missing out keeps you away from communicating with other people and from enjoying the present. The own gaze is constantly directed to the smartphone to look at, to like or post something. You get the feeling that you can’t keep up. To be left behind. Not noticing what others are posting and missing out on events you can’t be a part of. Real encounters with other people are becoming insignificant compared to what other users seem to do in the digital world – shown in numerous articles on the Internet.
The exhibition FOMONO presents artistic positions that relate to the phenomenon FOMO, deal with it or try to discuss what needs to be done to escape the ‚fear of missing out‘.
Curated by Stefan Mildenberger.
gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Vivian Eckstein
Mittsommer
2021
120 × 100 cm
Öl auf Leinwand
Fabian Stenzel
„Chat GPT hat mich geschubbst“
Glas, Folie, Straßenstaub,
Gehwegplatte,
30x30x19cm, 2022
links: Aleksandar Jestrović
Where is my phone?
2020
70×50 cm
Acrylic on canvas
rechts: Merlin Reichart
Eufearia
2020
Installation
Stefan Mildenberger
HOW NOT TO BE FACE RECOGNIZED (MORE THAN A LOOK) #8
2022
Performance
Aleksandar Jestrović
Where is my phone?
2020
70×50 cm
Acrylic on canvas
Johannes Hartmann
cry for battery
2023
100 x 140 cm
Rückseitenmalerei auf transparenter Folie
Merlin Reichart
Eufearia
2020
Installation
Simon Freund
follow me
2019
Video
02:31 min
Leon Stoffelen
LOVING PICTURE
VIDEO
Tingwei Li
digitus digitālis
Video
08:07 min
LAKAAYSHA VAN EWIJK
HUMAN VS NATURE VS HUMAN VS NATURE;
AND SO ON
Video
Frank Roeseler
Fluidogramme sind sehr gut!
Bei der fluidalen Fotografie belichtet der Gedanke das Papier.
Durch chemische Malerei auf Fotopapier entsteht das Bild.
Das Unsichtbare wirkt. Die Materie materialisiert.
Das Fluidum trägt Licht ins Dunkel. Die Zeichen sind Wirklichkeit.
Es lebe das Fluidogramm!
Don´t work Bitch
Jule K. feiert ihren Comic Release mit Tanz und Cherie, Cherie Drink nach.
„Don´t Work Bitch“ handelt von der Grafikerin Lilo, die überglücklich ist, als sie von einer Mähdrescher-Zeitschrift zum schicken News & Stars-Magazin wechseln kann. Leider ist es da nicht annähernd so, wie sie es sich ausgemalt hat: Plötzlich ist sie umzingelt von intriganten Narzissten, die sagen „Ich liebe dich“, während sie ihr ein Messer in den Rücken stechen. In dieser Satire auf die Arbeitswelt im Allgemeinen und die Medienbranche im Speziellen, kommen aber auch die Liebe und die Freundschaft nicht zu kurz und mit etwas Humor lässt sich fast alles überstehen…
Jule K.´s Bilder bewegen sich auf dem Grat zwischen Realität und Fantasiewelt, ohne sich auf eins von beidem festzulegen. Meist dient ein realer Hintergrund als Ausgangspunkt für ein freies Spiel mit Farbe und Form. Gespeist wird Jule K.’s Imagination durch Trash-Kultur, Comics, Literatur, Film und Fernsehen oder auch Mode. Graphisch sind die Arbeiten stark vereinfacht und nach vorne gerichtet. Die Figuren und Situationen werden nur soweit spezifiziert als nötig, der Bildraum ist flach, plakatartig, auf die räumliche Illusion oder Lichteffekte wird fast ganz verzichtet.
Die Reduktion trägt neben dem Charme, die diese Bilder ausstrahlen, wesentlich zu deren vereinnahmenden Wirkung bei. Sie haben etwas Schaubildartiges. Dadurch bleiben dem Betrachter große Freiräume beider Interpretation.
Jule K. manövriert die Figuren durch ein buntes Universum, und bringt damit eigene Wünsche, Gefühle und Gedanken zum Ausdruck. Zwar ist da auch Gewalt, Wut oder Trauer in den
Bildern, doch ist deren Grundstimmung durchaus positiv. Die Künstlerin präsentiert damit dem Betrachter eine warme aber keineswegs harmlose Welt aus weiblicher Sicht.
„Sie hat Witz. Sie hat was zu sagen und tut dies mit Comics: Jule K.
Mit frechem Federstrich erschließt sich Jule K. ihre Welt. Comics von
Frauen für Jedermann. Natürlich bunt und mit einer guten Portion
Kitsch und Ironie.“
Arte
Das Programm des hinterconti e.V. wird gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Vernissage am 02. Juni 2023 ab 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: 03. & 04. Juni 2023, 15 – 18 Uhr
Die Künstlerinnen untersuchen in der Ausstellung chorus of mushrooms Gestalt und Struktur von Pilzen in verschiedenen künstlerischen Medien und innerhalb unterschiedlicher Bedeutungszusammenhänge, wie Ökologie, Kultur, Fiktion, Medizin und Kommunikation. Zur Eröffnung erscheint eine neue Ausgabe des zines InterViews, welches sich mit Myko- und Mythologien beschäftigt.Ayumi Rahn setzt sich in ihren Arbeiten mit der Beziehung des Abbilds zur Wirklichkeit auseinander. Sie interessiert sich für Brüche und Störungen in dieser Beziehung, die sich im Uneindeutigen und Merkwürdigen äußern.In ihrem Projekt InterViews untersucht Rahn den Dialog als Ausdrucksform. In Form von Künstler*innenheften behandelt InterViews, angelegt an klassische Befragungen, bestimmte Themen, unterwandert sie, führt sie in die entgegengesetzte Richtung oder verwandelt sie in etwas Anderes. Darüber hinaus bietet InterViews Raum für künstlerische Arbeiten und Rahmen für Zusammenarbeit und Dialog.www.ayumi-rahn.de, www.rollerdancelessons.comJulia Frankenberg spürt übersehene Potentiale auf, die trotz eines patriarchalen Neins, einem GIBTS NICHT, dennoch Spuren hinterlassen haben. Diese verdeckten kategorisch abgelehnten Geschichten gewinnt sie mit Hilfe von künstlerischen Formen und unerhörten Materialien feministisch und experimentell für das Leben und den gesellschaftlichen Raum zurück. Sie ist in Frankfurt Main geboren, studierte in Weimar und Hamburg und lebt nun in Berlin.www.juliafrankenberg.de, www.Squirt-Eis.Org
Muster und ornamentale Strukturen laufen aus dem Blickfeld bei der Betrachtung von fe_male gazes. Können wir in diesen Patterns neue Wahrnehmungsweisen von Körperlichkeit, von subjektivem Sichtbarkeitsempfinden einschleusen?
Ein Ineinanderstecken von Posen und Gesten kann in einem zum Muster verwebten Tableau möglich werden. Wie beeinflussen sich die gefundenen Ausdrucksformen in musterhafter Annäherung gegenseitig?
Dem allgegenwärtigen Blickregime des Male Gaze werden verschiedene Umgangsweisen aus verwobenem Text, Bild, Objekt und Collage entgegengestellt. Collagierte Bildfragmente, Bilder als Material, Textproduktionen in schriftlicher und visueller Form ermöglichen vielschichtige Perspektiven der künstlerischen Forschung auf die Dekonstruktion des männlichen, binären Blicks. Die Idee der Collage überträgt sich auf den Raum, auf die kuratorische Situation in den jeweiligen Raumgefügen und lässt das hegemoniale Konstrukt eines eindimensionalen Blickes zersplittern.
Die Praxis des Collagierens wird auf künstliche Intelligenz und deren Verschneidungsalgorithmen ausgedehnt. Mit der Schere weiter bearbeitet, entstehen Hybrid-Objekte aus virtuellem und analogen Material. Neue Muster setzen sich zusammen, werden aufgetrennt und wieder neu verschnitten.
Eröffnung: 26.05.2023, 19 Uhr
27.-28.05.2023, geöffnet 14 – 18 Uhr
hinterconti e.V.
Balduinstraße 24
20359 Hamburg
www.annatautfest.de
www.annemeerpohl.com
Eröffnung, Freitag 19. Mai, 18:00
Artist Talk mit Anna Nowak am 21. Mai, 18:00
Öffnungszeiten Samstag 15-18:00 / Sonntag 15-20:00
„I’m an intrusion, I don’t swim or sink, I just float, I don’t need Gravity, I just need growth” – Iniko, Jericho
Als Kind war ich von Treibsand sowohl erschrocken als auch fasziniert – so sehr, dass er mich in meinen Träumen, meinen Ängsten und in meinem Spielen beschäftigte. Ich erinnere mich, wie ich am Strand Tümpel baute, so tat, als säße ich im wässrigen Sand fest, Wasser nachschüttete, tiefer grub und mich im Schlamm einschloss, nur um zu sehen, ob ich mich retten konnte. Ich stürzte mich auf Bücher und Kindersendungen im Fernsehen, in denen Überlebenstipps gegeben wurden – nicht zappeln, kleine Bewegungen machen, still halten.
Heute spricht man nicht mehr so oft über Treibsand. Die Angst vor dem Versinken im Boden, die einst den Diskurs meiner prägenden Jahre beherrschte, war so gut wie verschwunden.
Bis jetzt. Da die International Sea Association gerade 19 Einzelgenehmigungen für den Tiefseebergbau in der Clarion-Clipperton-Zone ausgestellt hat, um Ressourcen wie Nickel, Kupfer, Gold, Phosphor und andere Edelmetalle für eine Zukunft nach den fossilen Brennstoffen abzubauen, sind meine Ängste, im Boden gefangen zu sein, wieder aufgetaucht.
Ab dem 19. Mai präsentiert Lulu MacDonald ihre neueste Ausstellung „Quicksand“ in Zusammenarbeit mit dem Soundkünstler Carlos Andrès Rico und der Folksängerin Kirsty Merryn. Quicksand lässt Sie in einen Sumpf aus Klang, Sirenengesang und Skulpturen eintauchen.
Erforscht wird, wie sich Organismen in einer Krise behaupten, die Überheblichkeit eines Sündenfalls, die Dimensionen des Universums und wie Reichtum die Sterblichen dazu verleitet, sich wie Götter zu verhalten.
Langsam, lehnen Sie sich zurück, geben Sie sich hin.
Mit freundlicher Unterstützung der Claussen-Simon-Stiftung & der Behörde für Kultur und Medien Hamburg
English Version
Opening Friday, May 19th, 18:00
Artist Talk 21st May with Anna Nowak at 18:00
Opening hours Saturday 15-18:00 / Sunday 15-20:00
Fountain 3000 – Aktion zur Gemeinnützigkeit 25.05.2024
Wir feiern die Gemeinützigkeit des hinterconti e.V.!
Während des Schlagermoves findet eine feministische Intervention mit Live-Videoinstallation statt, kombiniert mit einem Pissoir mit kunsthistorischen Twist.